Jupiters neue größe: forscher korrigieren planetenradius nach 50 jahren

Jupiters größe korrigiert: neuerungen in den messungen

Die Weizmann Wissenschafthat neue Messungen vorgelegt, die den Radius von Jupiters ergeben haben. Laut den neuesten Erkenntnissen ist Jupiters Radius 71.488 km an der Äquatorlinie und 66.842 km am Nordpol. Dies bedeutet, dass der Planet um 4 km dünner an den Äquator ist und um 12 km flacher an den Polen als bislang angenommen.

Hintergründe: voyager- und pioneer-missionen

Hintergründe: voyager- und pioneer-missionen

Die vorherigen Messungen stammten von den Voyager- und Pioneer-Sonden in den 1970er Jahren. Diese verfolgten Jupiters Atmosphäre, indem sie Radiosignale von einem Punkt auf der Erde zum anderen sendeten. Wenn diese Signale von Jupiters Atmosphäre abgelenkt wurden, konnten Wissenschaftler daraus den Planetenradius errechnen.

Juno-sonde revolutioniert die messungen

Juno-sonde revolutioniert die messungen

2016 ging die NASA-Sonde Juno in eine elliptische Umlaufbahn um Jupiter. Dies ermöglichte regelmäßige Messungen von Jupiters Atmosphäre während der Sonde über den Planeten flog. Zusätzlich wurden moderne Datenverarbeitungsverfahren eingesetzt. Außerdem sind die Forscher seitdem in der Lage, die starken Winde, die Jupiter umgeben, in ihre Berechnungen einzubeziehen.

Implikationen für die forschung

Implikationen für die forschung

Die Korrrekturen an Jupiters Radius haben Auswirkungen auf die Modellierungen des Planeteninnern. Diese Verbesserungen helfen, andere Gasriesen im Sonnensystem besser zu verstehen.

Bisherige forschung: historischer überblick

  • 1970er Jahren: Voyager- und Pioneer-Sonden messen Jupiters Radius
  • 2016: NASA-Sonde Juno startet in Umlaufbahn um Jupiter
  • 2021: Juno-Sonde ermöglicht regelmäßige Atmosphärenmessungen

Quellen

Weizmann Institut für Wissenschaft, NASA

Wortanzahl: 440