wirtschaft

Streik der gewerkschaften: staatliche stellen enttäuscht – pläne für personalaufstockung scheitern

Die Regierungspolitik ist in der öffentlichen Verwaltung nicht auf Gegenwind gestoßen. Die Gewerkschaften CCOO, UGT und CSIF haben die staatliche Vorschläge zur Erhöhung der Personalstärke im Staatshaushalt vehement zurückgewiesen.

Mangelnde transparenz und unzureichende stellenanzahl – die kritikpunkte

Die zentrale Beanstandung der Tarifverbände lautet, dass die Verhandlungen ohne ausreichende Daten, Zahlen und Transparenz geführt wurden. Dies stellt einen klaren Bevorzugten Fall dar, da die Angebote von 2025 und 2026 in Bezug auf die Stellenanzahl erheblich hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die mangelnde Offenlegung der geplanten Personalaufstockungen, der Verteilung der Stellen auf verschiedene Territorien, Abteilungen, Körperschaften und Stufen sowie der erwarteten Abgänge durch Altersrente.

Die Ablehnung der 2025er Offensive mit rund 36.588 Stellen, darunter fast 27.000 für die Allgemeine Staatsverwaltung (AGE), basierte auf der Einschätzung, dass die Angebotsmenge um 8,8% unter der im Vorjahr (über 40.000 Stellen) lag. Nun will das Ministerium eine „ähnliche“ Entwicklung für 2026 anstreben, ohne weitere Details zu nennen – ein Vorgehen, das die Gewerkschaften als undurchsichtig kritisieren.

Teilzeitrente und fachkräftemangel – der druck auf die verwaltung

Teilzeitrente und fachkräftemangel – der druck auf die verwaltung

Der Widerstand der Gewerkschaften ist in diesem Jahr besonders stark, angesichts der drei Faktoren, die eine deutliche Verstärkung des Personals in der öffentlichen Verwaltung erfordern. Erstens die Sonderregulierung für Migranten, die bereits jetzt erhebliche Belastungen für zahlreiche Ämter der AGE verursacht. Zweitens die Einführung der 35-Stundenwoche im öffentlichen Dienst, die eine Aufstockung der Personalstärke erfordert, um die Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Drittens die anhaltende Zahl unbesetzter Stellen, von denen weiterhin 5.765 freie Stellen aus dem letzten Jahr und 3.238 aus der internen Besetzung noch nicht besetzt wurden. Die Gefahr besteht, dass die OEP von 2023 im Juli ausläuft, was die Stellenverluste ohne zeitnahe Umsetzung der Offensive verstärken würde.

Zweifelhafte versprechungen – die regierung zögert

Zweifelhafte versprechungen – die regierung zögert

Neben dem Blockade der Haupt-OEP hat das Ministerium einige konkrete Maßnahmen angekündigt, darunter verpflichtende Berichte für Abteilungen, die weniger als 75% ihrer Stellen im Rahmen ihrer Auswahlverfahren besetzen, eine Überprüfung des internen Beförderungsabkommens bei fehlender Besetzung der angebotenen Stellen und die Integration digitaler Kompetenzen in die Auswahlverfahren. Wann das Ministerium die OEP dem Bundesrat zur Genehmigung vorlegen wird, ist weiterhin ungewiss – die Gewerkschaften gehen davon aus, dass es nicht voraussichtlich am kommenden Dienstag geben wird. Die Regierung könnte noch einige Tage Zeit haben, ihre Vorschläge zu überarbeiten, obwohl die Tarifverbände eine substanzielle Änderung der Position erwarten.