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Mindertragsreform 2026: mehr geld für bedürftige – wer profitiert?

Die spanische Regierung erhöht die Leistungen des Ingreso Mínimo Vital (IMV) ab 2026 deutlich. Fast eine Million Menschen, darunter viele Kinder, werden von der Erhöhung profitieren. Die Maßnahme soll die Armut eindämmen, doch nicht jeder ist automatisch berechtigt.

Wie viel geld kommt ab 2026?

Wie viel geld kommt ab 2026?

Die Leistungen steigen um 11,4 Prozent, weit über der Inflationsrate des Vorjahres. Das bedeutet, dass Haushalte, die auf die Unterstützung angewiesen sind, finanziell besser gestellt werden. Die genauen Beträge hängen vom Haushaltsstand ab, aber die Erhöhung ist ein klarer Gewinn für die Betroffenen.

Wer Anspruch hat, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich sind Personen ab 23 Jahren, die alleinstehend sind oder nicht in einer Partnerschaft leben, unterstützt. Auch jüngere Menschen zwischen 23 und 29 Jahren haben eine Chance, sofern sie zwei Jahre lang selbstständig in Spanien gelebt haben. Ausnahmen gelten für Opfer häuslicher Gewalt oder Scheidungskandidaten.

Die Sozialbehörden betonen, dass die Anträge bis zum 30. Juni bei der Steuerbehörde eingereicht werden müssen. Die Zahl der Bezieher stieg im vergangenen Dezember auf über 2,4 Millionen Menschen in fast 800.000 Haushalten.

Doch es gibt auch Einschränkungen. Wer bereits Arbeitslosengeld bezieht, muss keine Einkommensteuererklärung abgeben. Personen über 30 Jahren benötigen einen Nachweis, dass sie vor der Antragstellung nicht mehr im Haushalt ihrer Eltern lebten. Auch Jugendliche aus Jugendhilfezentren und Frauen, die Opfer von Menschenhandel oder sexueller Ausbeutung geworden sind, haben Anspruch.

Die Reform ist ein wichtiger Schritt, aber sie ist nicht ohne Hürden. Die Bewilligung der Leistungen und die Nachweise, die erbracht werden müssen, können für viele kompliziert sein. Dennoch ist die Erhöhung des IMV ein positiver Impuls für die soziale Sicherheit in Spanien. Die Zahl der Menschen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, bleibt hoch – und diese Entwicklung wird sich voraussichtlich nicht umkehren.