Golfo pérsico: krise blockiert öltransporte
Die Kriegsgefahr im Golf von Oman hat den Weltöltransport fast vollständig zum Erliegen gebracht. Nach Angriffen in der strategisch wichtigen Meerenge suchen nun Dutzende von Tankern Zuflucht, wie Daten von Kpler zeigen. Mindestens 40 Supertanker, die zusammen etwa 80 Millionen Barrel transportieren, sind aufgelegt, bis die Sicherheitsbedingungen klarer werden.

Unsicherheit zieht logistik-engpässe nach sich
Die Unsicherheit verschärft sich durch die Empfehlung großer Schifffahrtsunternehmen und Analysten, eine vorsichtige Haltung einzunehmen. Dies führt zu erheblichen Logistik-Störungen und bedroht die kurzfristige Produktion. Obwohl es offiziell kein Verkehrsstopp gibt, haben Warnungen aus Iran und die jüngsten Angriffe, darunter auch ein Schiff unter US-Flagge, den Suezkanal praktisch zum Waffenstillstand erklärt.
Die Auswirkungen des Blockades reichen über das Öl hinaus. Der Gasmarkt in Europa wird fast um 100 Prozent in zwei Tagen gehandelt, da der GNL-Import aus Qatar massiv beeinträchtigt ist. Der Container-Verkehr leidet zudem unter Abschreckungseffekten im Golf und im Roten Meer aufgrund von Huthi-Miliz-Angriffen.
Die Registrierungen der wichtigsten Flaggen weltweit haben die Laderungen ausgesetzt, was die Exportländer in eine schwache Position bringt. Sollte die blockade länger als 25 Tage dauern, könnte die Lagerfähigkeit zu Engpässen führen, was den Abbau in den Exportländern und den Import in abhängigen Ländern gravierend beeinträchtigen würde.
