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Spanischer fernsehturning: neuer sender in sicht – und wer bekommt die lizenz?

Die spanische Fernsehlandschaft steht vor einem Umbruch. Nach Jahren der Stagnation plant die Regierung eine umfassende Neugestaltung der digitalen Fernsehübertragung (TDT). Im Zentrum steht die Vergabe einer neuen Lizenz für einen öffentlich-rechtlichen Sender, die voraussichtlich im Frühjahr 2024 vergeben wird.

Mediaset und siete im rennen um die begehrte lizenz

Mediaset und siete im rennen um die begehrte lizenz

Die Entscheidung, die Vergabe zu beschleunigen, überrascht. Ursprünglich sollte die Entscheidung im Sommer fallen, aber nun zielt das Ministerium für digitale Transformation auf einen Abschluss im April ab. Zwei Konkurrenten sind im Rennen: Der etablierte Fernsehkonzern Mediaset und SIETE, ein Neuling, der speziell für diesen Wettbewerb gegründet wurde. Die Vergabe einer Lizenz für 15 Jahre bietet der erfolgreichen Firma die Option einer Verlängerung unter den Vorgaben des spanischen Audiovisualgesetzes.

Die Initiative basiert auf der technologischen Modernisierung der TDT durch den DVB-T2-Standard, der die Einführung von 4K-Inhalten ermöglichte. Diese Modernisierung schuf zusätzlichen Freiraum für eine neue, nationale Lizenz. Parallel dazu wird die Programmstruktur verschoben: Sender wie Paramount Network werden ab 2026 abgebaut, während neue Angebote wie Squirrel 2 den Markt bereichern. Die neue Lizenz kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Zuschauerzahlen in der traditionellen Fernsehlandschaft stagnieren. Eine strategische Neuausrichtung ist daher unerlässlich.

Die Vergabe soll innerhalb von maximal zwölf Monaten abgeschlossen werden, obwohl das Gesetz eigentlich bis Oktober Zeit lässt. Die Auftragsvergabe läuft offenbar reibungslos, wie Quellen innerhalb des Ministeriums bestätigen. Die Entscheidung über den neuen Sender wird die Medienlandschaft Spaniens nachhaltig verändern. Die Frage ist nicht, ob, sondern wie diese Veränderung die Sehgewohnheiten der Bevölkerung beeinflussen wird.