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Philips verlässt google: titan os setzt zeichen im smart-tv-markt

Philips setzt einen überraschenden Schritt: Der TV-Hersteller entwickelt mit Titan OS, einer auf Linux basierenden Plattform, eine Alternative zu Google TV. Diese Entscheidung könnte die Machtverteilung im Smart-TV-Bereich nachhaltig verändern.

Philips setzt auf eigenständigkeit und spart ressourcen

Philips setzt auf eigenständigkeit und spart ressourcen

Titan OS soll die Fernsehgeräte von TP Vision, der Muttergesellschaft von Philips, ab 2024 beherrschen. Die Abkehr von Google TV ist ein strategischer Schachzug, um die Abhängigkeit von Google zu reduzieren und gleichzeitig die Kontrolle über die Software-Entwicklung zu erhöhen. Die neue Plattform verspricht eine schlankere und personalisierbare Nutzererfahrung. Eine der Hauptmotivationen ist die Reduzierung des Speicherbedarfs, da Titan OS ohne umfangreiche App-Downloads startet.

Die Marktdominanz von Amazon, Google und Samsung – die zusammen 59 % des in der Europäischen Union verkauften Smart-TV-Softwareanteils kontrollieren – war lange unangefochten. Doch Philips scheint bereit, diesen Status quo zu hinterfragen. Die Entscheidung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, in dem die Preise für RAM stark ansteigen.

Titan OS bietet eine intuitive Navigation, eine anpassbare Startseite und eine exklusive Sportsektion mit Live-Übertragungen und Highlights von Plattformen wie DAZN. Die Integration von Diensten wie Netflix, Prime Video, YouTube und Disney+ ist gegeben, während Dienste wie Xbox oder GeForce Now zunächst fehlen. Philips verspricht 10 Jahre Sicherheitsupdates für die neue Plattform.

Neben den etablierten Streaming-Diensten plant Philips, kostenlose FAST-Kanäle von Tubi undPlex anzubieten. Die Zusammenfassung: Philips setzt mit Titan OS ein starkes Signal für mehr Unabhängigkeit und Nutzerkontrolle im Smart-TV-Markt – und könnte damit einen neuen Standard setzen.