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Otaku-Fan verursacht Schaden von 24 Millionen Euro durch Online-Bestellungen

Eine ungewöhnliche Geschichte aus Japan: Eine 32-jährige Frau, Mayu Yoshida, wurde festgenommen, nachdem sie für über 4,3 Milliarden Yen (umgerechnet fast 24 Millionen Euro) an Manga- und Anime-Merchandise bestellt hat, ohne dafür zu bezahlen.

Die ungewöhnliche Vorgehensweise der Beschuldigten

Yoshida, die in Osaka in einem Restaurant arbeitet, nutzte zwischen 2023 und 2025 insgesamt 238 verschiedene Benutzerkonten, um Bestellungen im Jump Character Store der Shueisha Verlagsgruppe aufzugeben. Dabei bestellte sie Waren im Wert von 23,5 Millionen Euro, ohne jemals eine davon abzuholen oder zu bezahlen.

Dabei profitierte sie von zwei Besonderheiten des japanischen Zahlungssystems. Erstens ist Barzahlung in Online-Shops immer noch weit verbreitet, da die Privatsphäre der Kunden hoch geschätzt wird. Zweitens können Bestellungen an Convenience Stores geliefert werden, wo sie bar bezahlt und abgeholt werden können. Yoshida nutzte diese Option, um ihre Bestellungen zu tätigen und die Zahlung immer wieder zu verschieben.

Schaden durch nicht abgeholte und zurückgesendete Bestellungen

Schaden durch nicht abgeholte und zurückgesendete Bestellungen

Zweitens nutzte sie die Möglichkeit, Waren liefern zu lassen und dem Kurierfahrer zu bezahlen. Da sie die Tür aber nicht öffnete, wurden die Pakete zurückgeschickt. Obwohl sie keine Gegenstände behielt, verursachte sie der Jump Character Store Verluste in Höhe von 7,5 Millionen Yen (ca. 41.000 Euro) durch Transport-, Rücksendekosten und Gebühren für die Convenience Stores.

Adiktion zum Einkaufen als möglicher Faktor

Adiktion zum Einkaufen als möglicher Faktor

Die Behörden gehen davon aus, dass Yoshidas Verhalten ein Ausdruck von Kaufsucht ist – dem unkontrollierbaren Verlangen, Dinge zu kaufen, auch wenn man weiß, dass man sie nicht bezahlen oder nutzen kann. Ob ihre Erkrankung als mildernder Umstand bei der Verurteilung berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten.