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Netflix-konkurrenz: heimserver mit plex sorgt für aufsehen

Die Streaming-Dienste versprachen eine einzige Anlaufstelle für Unterhaltung – doch das Angebot ist längst fragmentiert und der Zugriff auf alles erfordert teure Abonnements. Jetzt kommt eine Alternative, die sich direkt in die heimischen Mediaserver schleicht: Mit einem alten PC lässt sich ein persönliches Netflix-Zimmer schaffen.

Die digitale retro-revolution

Dank Software wie Plex Media Server können Nutzer ihre Filme und Serien digitalisieren und bequem von Fernseher, Smartphone oder Tablet abspielen – komplett kostenlos. Das Konzept ist simpel, aber effektiv: Ein älterer PC wird zur zentralen Medienspieltgeige des Hauses. Die Plattform organisiert die Dateien, fügt Coverbilder hinzu und erstellt eine Bibliothek, die dem einer Streaming-Plattform gleicht. Doch Vorsicht: Die Inhalte müssen selbst bereitgestellt werden.

Plex: der schlüssel zum eigenen kino

Plex: der schlüssel zum eigenen kino

Der Plex Media Server installiert man auf dem Rechner, auf dem die Filme und Serien gespeichert sind. Anschließend lädt man die Plex-App auf die Geräte, von denen aus man die Bibliothek abrufen möchte. Das System analysiert die gewählten Ordner und ordnet die Filme nach Titel. Serien werden erkannt, sobald die Episoden korrekt benannt sind. Jede Datei erhält eine Karte, eine Beschreibung und Angaben zur Besetzung. Der Plex Media Server läuft nativ auf Windows, macOS und Linux – und lässt sich auch auf einigen NAS-Systemen installieren. Eine Basisinstallation benötigt lediglich 4 GB RAM. Für das Abspielen von hochauflösenden Inhalten, insbesondere in 4K, kann es jedoch erforderlich sein, dass der Prozessor stärker beansprucht wird.

Technische details und grenzen

Technische details und grenzen

Die Speicherkapazität wird sich deutlich nach der Größe der persönlichen Bibliothek aussprechen. Filme in hoher Auflösung beanspruchen viel Platz. Daher empfiehlt es sich, die Dateien auf dem internen Laufwerk oder einer externen USB-Festplatte zu speichern. Die Organisation der Dateien ist entscheidend: Filme sollten mit Titel und Jahr im Namen gespeichert werden, während Serien in separaten Ordnern mit Saison- und Episodennummer geführt werden müssen. Plex erkennt die Dateien so korrekt. Wichtig: Plex speichert die Inhalte nicht in der Cloud, sondern organisiert sie. Ein Festplattenfehler kann daher zum Verlust der gesamten Sammlung führen. Nach der Installation des Plex Media Servers muss man sich mit einem Plex-Konto anmelden und die Konfiguration öffnen. Dort werden Bibliotheken erstellt und die entsprechenden Ordner angegeben.

Fazit: mehr aufwand, mehr kontrolle

Fazit: mehr aufwand, mehr kontrolle

Plex bietet eine interessante Alternative zu teuren Streaming-Abonnements und gibt alten Computern ein zweites Leben. Doch es erfordert Organisation und die regelmäßige Pflege der Bibliothek. Der Stromverbrauch sollte ebenfalls berücksichtigt werden, wenn der Rechner rund um die Uhr läuft. Es ist zwar mit mehr Arbeit verbunden als ein Streaming-Abonnement, bietet aber die Freiheit, die eigenen Inhalte zu behalten und die Auswahl zu bestimmen – ein unbestreitbarer Vorteil.