T-mobile triumphiert: netzwerk-tests zeigen deutlichen vorsprung

Kaum war der Eindruck entstanden, T-Mobile verliere seinen Vorsprung im Netzwerkausbau, präsentieren verschiedene Tests ein überraschend deutliches Bild: Der Mobilfunkanbieter setzt sich aktuell gegen AT&T und Verizon durch – und das in mehreren Disziplinen.

Die neuesten daten: ein klarer sieger

Die jüngsten Erkenntnisse von OpenSignal, die auf realen Nutzungstests basieren, zeichnen ein klares Bild: T-Mobile räumt ab. Gleich 12 von 16 möglichen Auszeichnungen gingen an den Anbieter. Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse in den Kategorien „Quality of Experience“ und „Network Performance“, in denen T-Mobile einen regelrechten Shutout erreichte. Das bedeutet: Die Nutzer erleben die beste Zuverlässigkeit, die konstanteste Qualität und die höchste Geschwindigkeit – insbesondere beim Herunterladen von Daten, wo der Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern mit rund 97 Mbit/s bemerkenswert ist.

Verizon konnte sich zwar in puncto Netzabdeckung mit einem Wert von 9,7 von 10 Punkten auszeichnen, doch hier schließen AT&T und T-Mobile rasch auf. Während Verizon in abgelegenen Gebieten immer noch punktet, profitieren T-Mobile-Nutzer von einer deutlich besseren Gesamtperformance. Ein besonderes Lob erhielt Verizon für das beste 5G-Video- und 5G-Live-Video-Erlebnis.

AT&T konnte sich lediglich in der Kategorie „Time on Network“ durchsetzen, was bedeutet, dass dessen Kunden die meiste Zeit mit dem Netz verbunden sind. Die Frage, wer das beste Netz hat, ist also nicht pauschal zu beantworten, sondern hängt stark von den jeweiligen Prioritäten ab.

Der blick hinter die zahlen: mehr als nur auszeichnungen

Der blick hinter die zahlen: mehr als nur auszeichnungen

Die bloße Anzahl der gewonnenen Auszeichnungen erzählt jedoch nicht die ganze Geschichte. Während T-Mobile insgesamt die Nase vorn hat, gibt es Nachholbedarf bei der Netzabdeckung, insbesondere in ländlichen Gebieten. OpenSignal empfiehlt, hier zusätzliche Frequenzen zu sichern, um die Lücke zu schließen. Interessant ist auch, dass AT&T dank der Nutzung von EchoStar-Frequenzen einen deutlichen Anstieg der 5G-Geschwindigkeiten verzeichnen konnte. Verizon hingegen verliert zwar im 5G-Bereich an Boden, was sich jedoch mit der Einführung neuer Frequenzen ändern könnte.

Die Diskrepanzen zwischen den Anbietern verringern sich zunehmend. Trotzdem behält T-Mobile einen erheblichen Vorsprung bei den Download- und Upload-Geschwindigkeiten. Besonders auffällig ist der Unterschied bei der 5G-Verfügbarkeit: Der Prozentsatz der Zeit, in der Nutzer eine 5G-Verbindung haben, ist bei Verizon deutlich geringer.

Für den durchschnittlichen Nutzer mag es schwer sein, die feinen Unterschiede zu bemerken. Die Mobilfunkanbieter müssen daher ihre historischen Stärken neu definieren und sich auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren. Der Wettbewerb im Netzwerkausbau bleibt spannend.