Windows 11: microsoft setzt auf native apps – kampf gegen web-anwendungen
Microsoft krempelt Windows 11 um. Die Nutzer haben genug von langsamen Web-Apps. Jetzt will der Tech-Riese native Anwendungen entwickeln, um die Performance zu steigern und die Benutzererfahrung zu verbessern.

Microsoft setzt auf native apps für windows 11
Die Ankündigung kommt mit der Gründung eines neuen Teams unter der Leitung von Rudy Huyn, einem Architekten bei Microsoft. Das Team soll sich ausschließlich auf den Bau besserer Anwendungen für Windows 11 konzentrieren. Huyn betont, dass Vorkenntnisse der Plattform nicht zwingend erforderlich sind, aber eine klare Produktvision und Nutzerorientierung entscheidend seien.
In den letzten Jahren sind viele Windows 11 Apps auf Webtechnologien oder Progressive Web Apps (PWAs) umgestiegen. Das hat zu Kritik geführt, da diese oft mehr Ressourcen verbrauchen, langsamer laden und sich weniger nahtlos in das System integrieren als native Apps.
Beispiele hierfür sind Clipchamp und Tools wie Copilot. Sogar externe Unternehmen wie Meta haben ähnliche Schritte unternommen, indem sie beispielsweise WhatsApp von einer nativen Version auf eine Chromium-basierte Web-App umstellten – mit einem höheren Speicherverbrauch als zuvor.
Mit dieser neuen Initiative scheint Microsoft zu erkennen, dass der bisherige Ansatz nicht optimal war. Der Fokus auf vollständig native Apps deutet auf eine Rückkehr zu Technologien wie WinUI hin, weg von Zwischenkomponenten wie Web-Technologien. Allerdings bleibt die Frage, was genau mit „native“ gemeint ist, offen, da viele aktuell als nativ geltende Apps immer noch teilweise auf Webtechnologien angewiesen sind.
Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft seine bestehenden Apps aktualisieren und große Entwickler wie Meta von diesem Weg überzeugen kann. Die Entscheidung könnte den Erfolg von Windows 11 maßgeblich beeinflussen.