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Weltraumschrott-alarm: starlink-satelliten erzeugen lithium-wolke

Die Expansion des Starlink-Satellitennetzes von Elon Musk stößt auf zunehmend kritische Blicke. Eine gestrige Fehlfunktion eines SpaceX-Raketentransports hat nicht nur zu einem spektakulären Absturz geführt, sondern eine ungewöhnliche und besorgniserregende Umweltbelastung hinterlassen: eine massive Lithiumwolke in der Atmosphäre.

Spacex-rakete kehrt nicht wie geplant zur erde zurück

Spacex-rakete kehrt nicht wie geplant zur erde zurück

Am 25. Februar 2025 verlor eine SpaceX-Rakete, beladen mit 22 Starlink-Satelliten, kurz nach dem Start die Orientierung. Nach 18 Tagen unkontrollierten Fluges stürzte die Rakete ab, wobei Teile in Irland und Polen landeten. Obwohl niemand zu Schaden kam, löste der Vorfall in Irland eine Welle der Besorgnis aus – nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Kommunikation.

Die Konsequenzen sind weitreichender als zunächst angenommen. Ein Studio des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik veröffentlichte eine Studie in „Communications Earth & Environment“, die eine direkte Verbindung zwischen der Wiedereintrittsphase der Rakete und der Entstehung der Lithiumwolke herstellt. Sensoren detektierten am 20. Februar eine ungewöhnlich hohe Konzentration von Lithiumdampf in der Atmosphäre, die bei weitem nicht mit natürlichen Vorkommnissen vergleichbar ist.

Die Konzentration stieg innerhalb von 20 Stunden von etwa 3 Atomen pro Kubikzentimeter auf 31 Atome an. Diese Werte wurden über einer relativ geringen Höhe von 94,5 bis 96,8 Kilometern gemessen. Das Leibniz-Institut führte umfangreiche Windmodellierungen durch und konnte die Theorie bestätigen: Die Lithiumwolke entstand über Irland und bewegte sich anschließend nach Deutschland.

Die Menge an Lithium, die von der Falcon 9-Trägerrakete freigesetzt wurde, wird auf etwa 30 Kilogramm geschätzt – ein Vergleich, der die Größenordnung verdeutlicht. Im Gegensatz dazu gelangen täglich lediglich etwa 80 Gramm Lithium durch Meteoriteneinschläge weltweit in die Atmosphäre.

Die Situation wirft Fragen nach der Nachhaltigkeit von Raumfahrtaktivitäten auf. Während Starlink verspricht, ländliche Gebiete mit Internet zu versorgen, entstehen gleichzeitig neue Umweltprobleme. Die langfristigen Auswirkungen der Lithiumwolke sind noch unklar, doch die Studie des Leibniz-Instituts unterstreicht, dass die Folgen solcher Vorfälle weit über die unmittelbare Gefahr eines Absturzes hinausgehen. Die Industrie muss sich mit den ökologischen Kosten ihrer Expansion auseinandersetzen – und das schnell.

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