Us-marine setzt auf ki-roboter: historischer deal für 71 millionen dollar

Die US-Marine setzt massiv auf künstliche Intelligenz und Robotik. Ein historischer Vertrag über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Gecko Robotics aus Pittsburgh soll die Wartung der Flotten deutlich beschleunigen und kostengünstiger machen. Der deal umfasst einen Gesamtbetrag von 71 Millionen Dollar, wobei die initiale Summe bei 54 Millionen Dollar liegt.

Gecko-roboter sollen wartungszeiten um das 50-fache verkürzen

Gecko-roboter sollen wartungszeiten um das 50-fache verkürzen

18 Schiffe der Pazifikflotte sollen an dem Projekt teilnehmen, darunter der Flugzeugträger USS Boxer (LHD-4). Die Technologie von Gecko Robotics, die sich auf treppende, kriechende und fliegende Roboter sowie stationäre Sensoren konzentriert, ermöglicht die Identifizierung von Schäden und Reparaturbedarf bis zu 50 Mal schneller und präziser als manuelle Inspektionen. Diese Fähigkeit soll die operative Kapazität der Schiffe erhöhen und unerwartete Ausfallzeiten reduzieren.

Die Technologie basiert auf der sogenannten „digitalen Zwilling“-Technologie, die detaillierte digitale Repräsentationen von Schiffen erstellt. Mithilfe von Ultraschallsensoren und künstlicher Intelligenz können die Roboter Risse, Defekte an Rumpf, Decks und Schweißnähten erkennen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Die Plattform Cantilever wandelt die riesigen Datenmengen, die von den Robotern gesammelt werden, in verwertbare Informationen um, die fundierte Entscheidungen ermöglichen.

Dieser Vertrag ist nicht der erste zwischen der US-Marine und Gecko Robotics. Zuvor wurden kleinere Aufträge vergeben, darunter ein Fünf-Millionen-Dollar-deal mit Huntington Ingalls Industries (HII) für die Inspektion von Destrictoren der Klasse Arleigh Burke und amphibischen Angriffsschiffen. Im Jahr 2023 erhielt das Unternehmen einen weiteren Auftrag für die Inspektion von Schweißnähten im Columbia-Klasse-U-Boot-Programm, das insgesamt 132 Milliarden Dollar umfasst. Im Februar dieses Jahres ging eine Partnerschaft mit Trident Maritime Systems über die Implementierung fortschrittlicher Fertigungstechnologien in über 20 Standorten hervor, mit dem Ziel, die Produktivität um mindestens 40% zu steigern.

Die US-Marine positioniert sich damit als Vorreiter bei der Einführung von KI und Robotik in der Schiffswartung. Während andere Nationen noch zögern, setzt Washington konsequent auf diese Technologien, um Kosten zu senken und die Einsatzbereitschaft ihrer Flotte zu verbessern. Die Investition in diese Zukunftstechnologien ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch ein strategischer Schachzug im globalen Wettrüsten.

Die Entwicklung von KI-gesteuerten Robotern für die Marine ist ein deutliches Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Automatisierung in der Verteidigungsindustrie – ein Trend, der die Art und Weise, wie Kriege geführt werden, grundlegend verändern wird.

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