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Usb-sticks: daten bleiben sechs jahre unberührt – forschung widerlegt langgehegte zweifel

Die Angst ist weit verbreitet: Daten auf USB-Sticks würden nach wenigen Jahren der Inaktivität verloren gehen. Doch eine neue Studie widerlegt diese Annahme. Sechs Jahre lang lagen Daten auf USB-Sticks unberührt, und – Überraschung – sie waren intakt.

Usb-sticks: überleben daten wirklich so lange?

Usb-sticks: überleben daten wirklich so lange?

USB-Sticks sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob im Büro, in der Schule oder zu Hause – sie dienen als praktische Datenspeicher. Doch was passiert, wenn man einen USB-Stick jahrelang unbenutzt in einer Schublade vergisst? Die Frage beschäftigt Nutzer seit Jahren.

Ein Reddit-Nutzer namens Vance führte ein Experiment durch, das diese Frage beantworten sollte. Er füllte 32 GB große USB-Sticks mit Daten und lagert sie dann für sechs Jahre unberührt. Das Ergebnis: Die Daten blieben vollständig erhalten.

Die Funktionsweise von USB-Sticks basiert auf der sogenannten Flash-Speichertechnologie (NAND-Flash). Anstelle von beweglichen Teilen speichern sie Daten in winzigen elektronischen Zellen, die elektrische Ladungen als Einsen und Nullen repräsentieren. Diese Zellen können jedoch mit der Zeit ihre Ladung verlieren, was zu Datenverlusten führen kann. Hersteller geben meist eine Lebensdauer von mehreren Jahren an, manchmal sogar bis zu einem Jahrzehnt, vorausgesetzt, die Lagerbedingungen sind optimal.

Das Experiment von Vance zeigt, dass diese Annahmen häufig übertrieben sind. Allerdings muss man die Ergebnisse relativ sehen. Die Studie wurde mit einer begrenzten Anzahl von Sticks und unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt. Die Qualität des jeweiligen Sticks, die Temperatur und Feuchtigkeit sowie die Anzahl der Schreibzyklen spielen eine wichtige Rolle für die Datensicherheit.

Die Erkenntnis ist dennoch bemerkenswert: Daten auf USB-Sticks können deutlich länger als angenommen erhalten bleiben. Gerade für die Archivierung von wichtigen Dokumenten oder Fotos könnte dies relevant sein. Doch Vorsicht: USB-Sticks sind primär für temporäre Datenspeicherung gedacht. Für langfristige Archive empfiehlt sich eine Kombination aus verschiedenen Speichermedien und regelmäßigen Überprüfungen.

Die Datenintegrität ist zwar oft besser als befürchtet, aber die Zeit spielt trotzdem eine Rolle. Die natürliche Alterung der Speicherkellen führt langfristig zu Fehlern. Daher sollte man regelmäßig Backups erstellen. Denn ein Datenverlust kann schnell teuer werden.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Vorstellung, dass Daten auf USB-Sticks nach wenigen Jahren unbrauchbar sind, ist ein Mythos. Aber die Zeit vergeht, und auch die besten Speicherlösungen sind nicht ewig haltbar.

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