Speicherhunger der zukunft: micron verdreifacht gewinn – pc-nutzer zahlen den preis
Die Speicherbranche erlebt einen Boom. Micron, ein wichtiger Hersteller von Arbeitsspeicher und Datenspeichern, verzeichnet innerhalb eines Jahres einen Umsatzanstieg von 300 Prozent und einen Gewinnanstieg um das Zehnfache. Der Grund? Die Hardware von morgen verschlingt immer mehr RAM. „Zukünftige Autos benötigen 300 GB RAM“, erklärt Sanjay Mehrotra, CEO von Micron. Aktuell liegen moderne Fahrzeuge bei durchschnittlich 16 GB.

Autos werden zu computern – und brauchen gigantische datenmengen
Moderne Autos sind längst keine reinen Verbrenner mehr. Sie sind komplexe Rechner auf Rädern, die in ihrem RAM-Verbrauch mit High-End-PCs oder Smartphones mithalten können. Diese Nachfrage wird sich mit dem Aufkommen von selbstfahrenden Autos nochmals um das Zwanzigfache erhöhen – insbesondere im Level 4 der Autonomie, wo der Fahrer die Kontrolle abgibt, aber noch jederzeit eingreifen kann. Diese Technologie ist ein echter Gamechanger.
Doch es geht nicht nur um Autos. Auch humanoide Roboter, wie Elon Musks Optimus, werden voraussichtlich 300 GB RAM benötigen. Die explodierende Nachfrage nach Speicher treibt Micron in die Höhe, während gleichzeitig die Preise für Endverbraucher steigen. Die Marke Crucial, die für erschwinglichen RAM und SSD-Speicher bekannt war, wurde eingestellt.
Experten schätzen, dass die meisten neuen Fahrzeuge in einem Jahrzehnt Level 4-Autonomie aufweisen werden. Das bedeutet eine Verzehnfachung des RAM-Bedarfs im Vergleich zu heute. Ähnliche Entwicklungen werden sich bei Robotern abzeichnen. Die Frage ist nicht, ob diese Entwicklung kommt, sondern wie sie die breite Masse treffen wird. Während Micron seine Rekordgewinne feiert, stehen PC-Nutzer, Smartphone-Besitzer und andere Endverbraucher vor steigenden Preisen und begrenzter Verfügbarkeit.
Die investierten Milliarden in neue Chipfabriken, wie Musks TeraFab, versprechen zwar eine ausreichende Produktion, doch die Kosten werden auf die Konsumenten abgewälzt. Die Entwicklung ist klar: Die Zukunft ist datenintensiv – und für die meisten Nutzer wird das teuer.