Spanische Regierung reserviert 1.700 IT-Positionen im öffentlichen Dienst

Die spanische Regierung plant eine massive Investition in digitale Kompetenzen. Im öffentlichen Dienst werden für 2026 rund 1.700 Ausbildungsplätze für IT-Spezialisten reserviert, ein Anstieg von 42 % gegenüber dem Vorjahr. Dies stellt die größte Investition in den digitalen Bereich der spanischen öffentlichen Verwaltung dar.

Differenzierte Prüfungen für IT-Bereiche

Zum ersten Mal werden für den Cuerpo Superior de Sistemas y Tecnologías de la Información (A1) differenzierte Prüfungen nach Spezialisierungen angeboten: Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Datenwissenschaft. Zuvor mussten alle Bewerber für den gleichen Körper denselben Lehrplan absolvieren. Die Suchprofile umfassen auch Softwareentwickler, Datenanalysten, IT-Architekten, Cloud-Spezialisten und System- und Netzwerktechniker. Ab 2026 werden für alle IT-Körper verpflichtende Module zu KI und Datenanalyse eingeführt.

Erhöhung der Stellen im Bereich Cyberabwehr

Erhöhung der Stellen im Bereich Cyberabwehr

Die Stellen im Bereich Cyberabwehr werden um mehr als 15 % erhöht, im Einklang mit der wachsenden Besorgnis über Cyberangriffe auf öffentliche Infrastrukturen. Brüssel räumt ein, dass die Flucht von Talenten in der KI eine der dringendsten Schwachstellen Europas darstellt.

Struktur des Rekrutierungsprozesses

Struktur des Rekrutierungsprozesses

Die Struktur des staatlichen Technologie-Rekrutierungsprozesses gliedert sich in drei Körper, geordnet nach erforderlicher Qualifikation und Verantwortlichkeit. Der Cuerpo Superior de Sistemas y Tecnologías de la Información (Subgruppe A1) erfordert ein Hochschulabschluss und ist für Planung, Projektleitung und technische Beratung zuständig. Die Anzahl der Stellen wird von 100 auf 300 erhöht (eine Steigerung um 200 %) und bietet den Zugang zu Führungspositionen. Die Gestión de Sistemas e Informática (Subgruppe A2) benötigt einen Hochschulabschluss, eine Diplomarbeit oder eine technische Ausbildung und verwaltet Infrastruktur, Datenbanken, Netzwerke und digitale Verwaltungsprojekte. Die Técnicos Auxiliares de Informática (Subgruppe C1) erfordern ein Abitur oder eine Berufsausbildung und sind für den Betrieb von Systemen, die Benutzerunterstützung, die Mikroinformatik und die Unterstützung der Softwareentwicklung zuständig. Dies ist der einfachste Zugangsweg zum IT-Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst und erfordert keine vorherige Berufserfahrung.

Gehälter und Zusatzleistungen

Gehälter und Zusatzleistungen

Das Basisgehalt ist für alle Mitarbeiter derselben Subgruppe unabhängig vom Körper gleich. Die Gehälter der Técnicos Auxiliares de Informática (C1) können je nach Standort und zusätzlichen Leistungen zwischen 30.000 und 40.000 Euro brutto pro Jahr liegen. Die Gehälter im Cuerpo de Gestión de Sistemas e Informática (A2) bewegen sich in der Regel zwischen 40.000 und 55.000 Euro jährlich. Beamte des Cuerpo Superior TIC (A1) können leicht 50.000 Euro oder mehr brutto pro Jahr verdienen, während Führungspositionen mit hohen Stufen und spezifischen Leistungen bis zu 70.000 Euro oder mehr erreichen können. Die tatsächlichen Gehälter umfassen zusätzlich zum Basisgehalt Leistungszulagen, Standortzulagen und spezifische Leistungen, die sich im Laufe der Zeit erhöhen.