Spanien: elektrofahrzeuge verwehrt, aufgrund von sicherheitsbedenken

Die Bilder von Schildern, die den Zugang für Elektrofahrzeuge in unterirdischen Parkplätzen Madrids und anderer spanischer Städte verwehren, sind längst keine Kuriosität mehr, sondern eine komplexe, juristische Realität geworden.

Batteriebedingte sicherheitsrisiken

Batteriebedingte sicherheitsrisiken

Obwohl es keine nationale Gesetzgebung gibt, die diese Fahrzeuge explizit ausschließt, nutzen immer mehr private Betreiber die 'Zulassungsrecht' um eine starke Begründung heranzuziehen: die extreme Schwierigkeit, Brände in Lithium-Ionen-Akkus in geschlossenen Räumen zu löschen.

Das Problem liegt in den Akkus selbst. Wenn sie unter bestimmten Umständen Schäden erlitten haben (was in Parkplätzen durch Überlagerung oder defekte Bauteile auch vorkommen kann) oder internen Fehlern ausgesetzt sind, kann es zu einer 'Thermalströmung' kommen. Das bedeutet, dass die Batterie sich sehr heiß aufheizt – bis zu 1000 Grad Celsius – und Stunden später erneut zündet.

Das macht Brände in Parkplätzen besonders gefährlich, weil sie in geschlossenen Räumen stattfinden und die Feuerwehr Schwierigkeiten haben, sie zu bekämpfen. Die Strukturen aus Beton können durch die Hitze geschwächt werden und somit instabil bleiben.

Deswegen entscheiden immer mehr Parkplätzebetreiber, den Zugang für Elektrofahrzeuge zu blockieren, anstatt den Risiken auszuweichen. Dies betrifft insbesondere ältere Anlagen, die noch nicht auf die neuen Sicherheitsstandards von 2026 umgestellt wurden.