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Spacex starship-start verschiebung – technische probleme halten testflug auf eis

Ein frustrierender Rückschlag für Elon Musks Raumfahrtvisionen: Der entscheidende Testflug des gigantischen Starship-Raketenmoduls von SpaceX wurde nur wenige Sekunden vor dem geplanten Start auf Eis gelegt. Ein Halterungsmechanismus, der das Arm des Startturms festhalten sollte, funktionierte nicht wie erwartet.

Technische schwierigkeiten als grund für die verzögerung

Das Starship, das derzeit als stärkste Rakete der Welt gilt, sollte von der Startplattform Starbase im Süden Texas’ ausgestrahlt werden – es war der 12. unbemannte Testflug. Der nächste Starttermin ist für Freitagabend, 17:30 Uhr Ortszeit, angesetzt. Doch die komplizierten Systeme des Starship erwiesen sich kurz vor dem Countdown als unüberwindbar. Dan Huot, der Kommentator der SpaceX-Live-Übertragung, erklärte, dass das Team in den letzten Sekunden nicht in der Lage war, die auftretenden Probleme zu beheben.

Die geplante Mission erfolgte kurz nachdem SpaceX offiziell ihre Pläne für einen Börsengang (IPO) bekanntgegeben hatte. Die Unterlagen enthüllten erhebliche Verluste und einen Sonderaktionärsanteil, der Musk weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen sichert. Zudem sollen Elon Musk zusätzliche Vergütungen erhalten, die erst bei Erreichen von ambitionierten Zielen – der Transport einer Million Menschen zum Mars und der Ausrollung von 100 Terawatt Leistung durch künstliche Intelligenz – fällig werden.

Starship v3: ein schritt in richtung wiederverwendbarkeit

Starship v3: ein schritt in richtung wiederverwendbarkeit

Der bevorstehende Start markiert den ersten Flug der dritten Version des Starship, intern als „Version 3“ oder V3 bezeichnet. Die verbesserte Variante soll eine deutliche Verbesserung gegenüber den bisherigen Prototypen darstellen und sowohl die Leistung als auch die Nutzlastkapazität erhöhen. „Wir lernen mit jedem Testlauf viel über diese Systeme“, kommentierte Huot. „Wir konnten in den letzten Sekunden einfach nicht alle Probleme beheben.“

SpaceX strebt eine Finanzierung von bis zu 75 Milliarden Dollar an, um die Entwicklung des Starship für Missionen zum Mond, zum Mars und für das Satelliteninternet-Projekt Starlink voranzutreiben. Doch auch die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz spielt eine Rolle. Die Technologie ist essentiell, um die geplanten 1 Million Satelliten für die Datenübertragung zu betreiben.

Mars-ambitionen und die nasa-kooperation

Mars-ambitionen und die nasa-kooperation

Die Mission soll den Weg für die ambitionierte Mars-Kolonialisierungsstrategie von Musk ebnen. Kurzfristig konzentriert sich SpaceX jedoch auf die Zusammenarbeit mit der NASA, die bereits Aufträge im Wert von 4 Milliarden Dollar für den Transport von Astronauten zur Mondoberfläche vergeben hat. SpaceX plant zudem, eine eigene Mondbasis zu errichten. Die erfolgreiche Entwicklung und der Start von Starship sind jedoch entscheidend für den weiteren Fortschritt.

Die jüngsten Rückschläge unterstreichen die enormen Herausforderungen, die mit der Entwicklung eines komplett wiederverwendbaren Raumfahrzeugs verbunden sind. SpaceX hat bereits gezeigt, dass die Propulsoren des Super Heavy-Boosters nach einigen Testläufen wiedergefangen werden können, aber die vollständige Rückführung des Raketen- und Raumschiffsystems ist bisher unerprobt. Die V3-Version soll in diesem Bereich optimiert sein und Musk geht sogar davon aus, dass SpaceX die vollständige Wiederverwendbarkeit bis Ende des Jahres erreichen könnte.