Samaipata iii: venture capital setzt auf ki-startups in europa
Die spanische Risikokapitalgesellschaft Samaipata startet ihren dritten Fonds mit einem Volumen von 110 Millionen Euro, um in 25 bis 30 vielversprechende Technologie-Startups in Spanien und europa zu investieren – mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI).
Sett stellt einen erheblichen teil des kapitals bereit
Der Fonds, offiziell Samaipata III Capital F.C.R. genannt, befindet sich kurz vor seiner endgültigen Konfiguration. Ein wichtiger Faktor ist die Beteiligung des spanischen Staates über die SETT (Sepi Digital), die als Referenzinvestor 35 Millionen Euro einbringt – rund ein Drittel des Gesamtvolumens. Dies unterstreicht das gesteigerte Interesse der Regierung an der Förderung von KI-Innovationen.
„Wir betreten ein neues Kapitel“, erklärt José del Barrio, Gründer und Hauptaktionär von Samaipata, in einer Pressemitteilung. „Eine neue Generation von Unternehmen entsteht rund um die Künstliche Intelligenz, und die Werkzeuge für Gründer erweitern die Möglichkeiten kleiner Teams enorm.“ Del Barrio sieht das Potenzial, dass Europa in der kommenden Dekade globale Unternehmen hervorbringen wird.
Der Fonds hat ein Renditeziel von 20 % (Carry) auf die Gewinne, allerdings unter der Bedingung, dass die Co-Investoren mindestens 30 % ihres investierten Kapitals zurückerhalten und Vorrang bei der Kapitalrückgewinnung haben. Während frühere Fonds von Samaipata, die seit einer Dekade erfolgreich in europäische Technologieunternehmen investieren, bereits beeindruckende Renditen erzielt haben – mit Beteiligungen wie Nory, PropHero und Vivla – gab es auch einige kostspielige Ausstiege wie Deporvillage und FoodChéri.
Die Firma hatte bereits in den Vorjahren 44 europäische Startups finanziert, von denen etwa 80 % Folgefinanzierungsrunden in Serie A oder höher erhalten haben. Diese Portfoliounternehmen haben über 600 Millionen Euro an zusätzlicher Finanzierung von etablierten Investoren wie Creandum und Accel Partners angezogen.
Samaipata, benannt nach einem Bergdorf in Bolivien, gründete sich nach einem erfolgreichen Exit bei der Delivery-Plattform La Nevera Roja. Der Fokus liegt nun klar auf dem Potenzial der Künstlichen Intelligenz, die in den nächsten Jahren eine neue Welle von Innovationen auslösen dürfte. Die Kombination aus staatlicher Unterstützung und privatem Kapital könnte Europa zu einem wichtigen Akteur im globalen KI-Wettbewerb machen.