Ram-krise: mini-pcs und handys werden teurer – bis 2028 könnten sie verschwinden
Die erschwingliche Mini-PC-Ära neigt sich dem Ende zu. Was vor wenigen Jahren noch ein 150-Euro-Schnäppchen war, wird bald eine Erinnerung. Ein Analyse von Gartner prognostiziert, dass Einstiegs-PCs unter 500 Dollar bis 2028 verschwinden werden, getrieben von einer dramatischen RAM-Krise, die durch die gierigen Ambitionen der Künstlichen Intelligenz ausgelöst wurde.

Die nachfrage nach ram übersteigt das angebot
Die Preise für Arbeitsspeicher und Speicherplatz könnten bis Ende 2026 um bis zu 130 % steigen. Dies würde den Durchschnittspreis eines PCs um 17 % gegenüber 2025 und den eines Handys um 13 % erhöhen. Die Ursache? KI-Unternehmen haben bereits 2026 und 2027 die gesamte verfügbare RAM- und Speicherplatzkapazität für ihre Rechenzentren gebunkert. Die Folge: Ein globaler Engpass.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Nvidia hat die Veröffentlichung der RTX 5000 Super-Karten verschoben und die RTX 6000 auf 2028 vertagt. Valve hat die Entwicklung der Steam Machine eingestellt und den Verkauf der Steam Deck gestoppt. Auch bei Herstellern wie Lenovo und Dell sind Preiserhöhungen ab März angekündigt, Raspberry Pi hat seine Preise bereits um bis zu 70 % erhöht. Der Bau eines eigenen PCs wird 2026 deutlich unattraktiver.
Die Bedeutung von RAM für den Preis eines PCs hat sich seit Ende 2025 verdoppelt. Während RAM damals 17 % ausmachte, sind es heute bereits 36 %. Gartner prognostiziert einen Rückgang der PC-Verkäufe um 10,4 % und der Smartphone-Verkäufe um 8,4 % im Jahr 2026. Bleibt diese Entwicklung erhalten, könnten PCs unter 500 Dollar bis 2028 Geschichte sein.
Diese Entwicklung trifft vor allem einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, die auf erschwingliche Computer für Bildung, Multimedia und Programmierung angewiesen sind. Die KI verspricht zwar eine technologische Revolution, doch ihre unmittelbaren Folgen sind Arbeitsplatzverluste und steigende Preise. Die Technologie verändert sich rasant, aber nicht jeder kann mitgehen.
Die Situation ist ernst. Die RAM-Krise ist kein vorübergehendes Problem, sondern ein Symptom einer tiefgreifenden Verschiebung in der Technologiebranche. Die Konzentration von Ressourcen bei wenigen Giganten gefährdet die Innovation und verteuert den Zugang zu digitaler Technologie – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren verstärken dürfte.
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