Quantencomputer-bedrohung: at&t und ericsson fordern neue sicherheitsstandards
Die nächste große Bedrohung für unsere digitale Welt zeichnet sich ab: Quantencomputer könnten die heutigen Verschlüsselungsmethoden innerhalb kürzester Zeit obsolet machen. AT&T und Ericsson haben gemeinsam ein Papier veröffentlicht, das die Risiken für 5G- und zukünftige 6G-Netze umreißt und dringende Maßnahmen fordert.

Post-quanten-kryptographie als rettungsanker
Traditionelle Verschlüsselungsmethoden basieren auf mathematischen Problemen, die für klassische Computer schwer zu lösen sind. Doch Quantencomputer könnten diese lösen – und damit sensible Daten wie Bankkonten und private Nachrichten unschädlich machen. Die Entwicklung von Post-Quanten-Kryptographie (PQC) soll diese Gefahr abmildern. Statt auf die heutigen mathematischen Grundlagen setzt PQC auf komplexere geometrische Strukturen und mathematische Schichten, die selbst für Quantencomputer schwer zu knacken sind.
Die Unternehmen fordern eine verstärkte Zusammenarbeit aller Akteure im Mobilfunkökosystem. „Alle Beteiligten müssen darüber nachdenken, welche Rolle sie bei der Sicherung eines offenen und intelligenten Netzwerks spielen“, betont Rich Baich, Chief Information Security Officer bei AT&T.
Mikko Karikytö, Chief Product Security Officer bei Ericsson, warnt davor, dass die Sicherheit mobiler Netze nicht von einem einzelnen Anbieter gewährleistet werden kann. Die Kombination von Quantencomputern, offenen Netzwerken, künstlicher Intelligenz und Sicherheit stellt eine neue Herausforderung dar, die eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Die Initiative von AT&T und Ericsson ebnet den Weg für zukünftige Sicherheitsstandards in der Mobilfunktechnologie. Die Zeit drängt, denn die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer schreitet rasant voran.