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Netflix-chef sarandos lobbyt trump gegen zölle – deal mit usa im visier

Netflix-Chef Ted Sarandos hat sich dem US-Präsidenten Donald Trump vorgestellt und ihn gebeten, Zölle auf ausländische Filme und Fernsehsendungen zu vermeiden. Im Gegenzug bot der Streaming-Riese Trump einen Plan zur Förderung der heimischen Produktion an. Eine strategische Kehrtwende für Netflix, das nun auf eine direkte Einigung mit Washington setzt.

Zölle bedrohen netflix-geschäftsmodell

Sarandos erklärte in einem Interview mit POLITICO, er habe Trump überzeugt, die Einführung von Zöllen zu unterlassen. Trump hatte zuvor mehrfach die Einführung von Zöllen auf Filme und Fernsehsendungen gefordert, um die Produktion in den USA anzukurbeln. Sein Plan sah einen 100-prozentigen Zollsatz für ausländische Produktionen vor, eine Maßnahme, die die Filmindustrie in Hollywood seit Jahren beschäftigt. Die Produktion in Los Angeles ist seit Langem rückläufig, während andere Länder wie Großbritannien mit großzügigen Steueranreizen Produktionen anziehen.

Die Struktur für eine Filmproduktion, eine immaterielle Ware, ist komplex. Die weiße Hausverwaltung signalisierte zwar keine endgültige Entscheidung über die Zölle, betonte aber, alle Optionen zur Wahrung der nationalen Sicherheits- und Wirtschaftssicherheit zu prüfen. Eine Zölle auf ausländische Produktionen könnte Netflix teuer zu stehen kommen. Der Streaming-Dienst hat in den vergangenen Jahren mit internationalen Produktionen wie "Wir Kinder des Krieges", "Squid Game" und "Wednesday" weltweit Erfolge gefeiert. Die globale Reichweite, die Fähigkeit, koreanische Dramen oder deutsche Serien zu globalen Hits zu machen, hat Netflix zum Erfolg verholfen. Das Unternehmen plant für dieses Jahr Investitionen von bis zu 20 Milliarden Dollar in Inhalte.

Die Zölle selbst sind problematisch, da sie sich auf eine immaterielle Ware beziehen. Die Auswirkungen auf Netflix sind enorm, da ein Großteil der aktuellen Erfolge auf internationalen Produktionen basiert. Die Strategie des Unternehmens, weltweit zu produzieren und lokale Geschichten zu erzählen, steht durch eine solche Politik in Frage.

Was nadie cuenta ist: Die Diskussion um Zölle ist Teil einer größeren Debatte über die Zukunft der Filmproduktion und die Rolle der Regierung bei der Förderung der nationalen Industrie. Die Einigung zwischen Netflix und Trump ist daher nicht nur ein vorübergehender Sieg für das Unternehmen, sondern ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von Streaming-Diensten in der globalen Unterhaltungsindustrie.

Die Zahl der Abonnenten bei Netflix wuchs im letzten Quartal zwar, doch die Möglichkeit von Zöllen bleibt eine Bedrohung. Netflix könnte gezwungen sein, seine Produktionsstrategie zu überdenken, um die Auswirkungen der neuen Politik abzumildern. Die Konsequenz ist klar: Die globale Filmindustrie befindet sich im Umbruch.