Movistar setzt auf zweitwohnsitze – revolutionäre sim-karte für die ferien
Die Telekommunikationsbranche erlebt derzeit einen überraschenden Wandel. Movistar, traditionell ein etablierter Player, hat eine Strategie angezapft, die weit über die bloße Konkurrenz um günstigere Tarife hinausgeht. Die Blau-Werbung setzt auf die wachsende Nachfrage nach Ferienwohnungen und Zweitimmobilien.
Schluss mit dem teuren internet im urlaub
Die Firma um Believer Bodo Müller will mit der sogenannten ‘On/Off’-Technologie ein völlig neues Modell etablieren. Statt dem üblichen permanentes Internet-Abonnement, das oft unnötig teuer ist, bietet Movistar nun die Möglichkeit, die Internetverbindung nur bei Bedarf zu aktivieren. Der Clou: Die SIM-Karte bleibt aktiv, die Verbindung wird erst dann hergestellt, wenn der Kunde seinen Ferienort erreicht.
Für viele Urlauber, die ihre Wochenendhäuser oder Ferienwohnungen nur sporadisch nutzen, ist dies eine erhebliche Kosteneinsparung. Statt monatlich für eine Leitung zu bezahlen, zahlen sie lediglich einen Grundpreis pro Tag – zwischen 50 Cent und 15 Euro, je nach Geschwindigkeit. Die Mindestgeschwindigkeit beträgt 300 Mbit/s, maximal 1 Gigabit pro Sekunde.

Plus-tarif und preis-leistungs-verhältnis
Auch der Plus-Tarif von Movistar Plus+ ist mit 9,99 Euro pro Monat interessant. Allerdings musste man sich bewusst sein, dass bereits vor zwei Jahren neun Sportkanäle gestrichen wurden und der Fokus stark auf Serien und Filme gelegt wird. Die Datenflatrate ist ebenfalls begrenzt, sodass die Nutzung für Streaming-Dienste möglicherweise nicht optimal ist. Die tatsächliche Attraktivität liegt vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis für Nutzer, die lediglich gelegentlich eine Internetverbindung benötigen.
Doch es gibt einen Haken: Diese ‘On/Off’-Karte ist ausschließlich für Kunden reserviert, die bereits eine Wohnsitzleitung bei Movistar haben. Und selbst dann muss die Verbindung vorübergehend deaktiviert werden, wenn sie die Immobilie nicht nutzen. Dies hat Movistar offenbar zu einer cleveren Reaktion veranlasst, um Kunden nicht in die Arme von Wettbewerbern zu locken. Die Firma stellt sicher, dass der Wechsel zu günstigeren Anbietern vermieden wird.
Die Innovation ist umstritten, aber für viele Urlauber könnte die ‘On/Off’-Technologie eine willkommene Entlastung im Geldbeutel darstellen. Movistar setzt damit auf eine Nische, die bisher kaum bedient wurde – und das mit einer überraschend einfachen Lösung.