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Meta im clinch – ki-wette riskieren milliardenverlust

Mark Zuckerbergs Meta könnte in den nächsten Stunden zum glänzendsten Star der Quartalsberichte unter den großen Tech-Konzernen avancieren. Die Investoren dürften heute genau auf die Signale achten, die die Social-Media-Plattform über ihre Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz sendet. Die Erwartungen sind enorm: Analysten tippen auf einen Nettogewinn von 17,2 Milliarden Dollar – ein Plus von 3,4 und 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das wäre Metas stärkster Umsatzwachstum seit dem dritten Quartal 2021.

Doch die rechnung könnte bitter werden

Meta hat in den letzten Monaten massiv in KI-Technologien investiert. Und das ist kein Zufall. Das Unternehmen ist dabei, Google im Kampf um die Vorherrschaft im Werbemarkt zu Fuß zu fassen – eine Entwicklung, die potenziell zu einem Coup führen könnte. Es wird prognostiziert, dass Meta erstmals die Werbeeinnahmen des US-Champs übertreffen wird. Doch dieser ehrgeizige Kurs hat seinen Preis.

Der kostenlose Cashflow, der sogenannte Free Cash Flow, sieht düster aus: Analysten rechnen mit 3,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal – das niedrigste Ergebnis seit fast vier Jahren. Aus diesem Grund plant Meta offenbar einen drastischen Personalabbau von bis zu 10 Prozent weltweit. Ein deutliches Zeichen der Not.

Europa schaut kritisch zu

Europa schaut kritisch zu

Die Situation wird durch weitere negative Nachrichten noch verschärft. Die Europäische Union hat Meta erneut die Integrität der Plattformen vorwirft: Brüssel beschuldigt das Unternehmen, die Sicherheit von Kindern auf Facebook und Instagram zu vernachlässigen. Die EU-Behörden werfen Meta vor, nicht effektiv gegen minderjährige Nutzer vorzugehen, die sich ohne Erlaubnis registrieren. Die Altersgrenze von 13 Jahren, die Meta selbst festlegt, wird hier als nicht ausreichend kritisiert.

China setzt Alarmanlage auf Rot

Kurz vor den Zahlen kam dann noch die Nachricht aus China: Die chinesische Regierung hat die von Meta angekündigte Übernahme des KI-Startups Manus blockiert. Eine unerwartete Entscheidung, die die Pläne des US-Konzerns erheblich gefährdet. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission erklärte, eine ausländische Übernahme von Manus sei untersagt. Die Folge: Ein weiterer Rückschlag für Meta, der die bereits angespannte Lage noch weiter verschärft.

Entlassungen und Kooperationen Meta hat zudem angekündigt, seine Mitarbeiterzahl um rund 10 Prozent zu reduzieren, um die Effizienz zu steigern und in andere Geschäftsbereiche zu investieren. Zusätzlich hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) geschlossen, um die Graviton-Prozessoren von AWS in großem Umfang einzusetzen – ein weiterer Schritt hin zur digitalen Transformation.