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Madrid dominiert den europäischen internet-verkehr – de-cix boostet kapazität um 49%

Madrid etabliert sich zähflüssig als Drehscheibe für den globalen Internet-Verkehr. Der Infrastruktur-Betreiber DE-CIX hat die Kapazität seiner Kunden in der spanischen Hauptstadt um beachtliche 49 Prozent auf 11,5 Terabits pro Sekunde erhöht. Ein entscheidender Schritt, der das Land als strategischen Knotenpunkt zwischen Europa, Afrika und Amerika festigt.

Das digitale momentum in der spanischen hauptstadt

Die Ankündigung des Unternehmens, der seinen zehnten Geburtstag in Madrid feiert, unterstreicht die wachsende Bedeutung der Stadt für die europäische digitale Infrastruktur. DE-CIX präsentiert seine Ergebnisse für das Jahr 2025 und zeigt: Der Süden Europas erlebt gerade einen starken Aufschwung. Die Nachfrage wird vor allem durch den rasanten Anstieg der künstlichen Intelligenz und den zunehmenden Einsatz von Cloud-Diensten getrieben. Diese beiden Faktoren erfordern eine massive Verstärkung der Netzwerkinfrastruktur weltweit.

Die Zahlen sprechen für sich: Bereits Anfang 2026 waren über 4.300 Netzwerke weltweit mit DE-CIX verbunden, ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die globale Kapazität erreichte beeindruckende 220 Terabits – ein Zuwachs von 40 Prozent. Ein Teil dieser Expansion ist direkt auf die fortschreitende Digitalisierung und die steigende Nutzung von KI-Anwendungen zurückzuführen.

Frankfurt als vorreiter – 800ge-knotenpunkt weltweit

Frankfurt als vorreiter – 800ge-knotenpunkt weltweit

Um die Anforderungen der Industrie zu erfüllen, hat DE-CIX in Frankfurt den ersten Kunden-Knotenpunkt der Welt mit 800 Gigabit-Ethernet (GE) in Betrieb genommen. Zudem sind die 400GE-Knotenpunkte um 120 Prozent gewachsen. Ivo Ivanov, CEO von DE-CIX, verdeutlicht: „Der Erfolg der KI wird nicht allein durch Algorithmen bestimmt, sondern durch die Infrastruktur, die ihre Bewegung, ihren Ausbau und ihre Echtzeit-Reaktionen ermöglicht.“

Spanien als brücke zwischen kontinenten

Spanien als brücke zwischen kontinenten

Die Strategie des Unternehmens konzentriert sich auf den südlichen Teil Europas. Madrid, Lissabon und Barcelona bilden zusammen mit Marseille und Palermo ein Netzwerk von über 500 verbundenen Netzwerken in 17 Rechenzentren. Ziel ist es, eine digitale Brücke zwischen Europa, Afrika und Asien zu bauen. Madrid wird dabei als Hauptverkehrsader Europas fungieren, Lissabon als Zugang zur Atlantischen Route nach Amerika und Afrika und Marseille als Verbindung zu Mittlerer Osten und Asien. Es ist eine Infrastruktur, die auf die Zukunft des Internets vorbereitet ist.

Automatisierung als schlüssel

Neben der Kapazitätserweiterung setzt DE-CIX verstärkt auf Automatisierung und Virtualisierung seiner Infrastruktur. Das Unternehmen verfolgt den Ansatz der „Interconnection as a Service“ – mit automatisierten APIs und Provisionsprozessen, um die Netzwerke flexibel an neue Verkehrsströme anzupassen. Die Einführung von AI-IX, einer neuen Plattform zur Unterstützung von Daten-Interchanges im Bereich Künstlicher Intelligenz, unterstreicht diesen Trend. Ein bemerkenswerter Fortschritt, der das Potenzial der KI voll ausschöpfen soll.

Die Entwicklung zeigt klar: Madrid ist nicht nur eine Stadt, sondern der neue europäische Knotenpunkt für den globalen Datenverkehr. Eine Entwicklung, die nicht aufzuhalten ist – und die Spanien als Schlüsselregion innerhalb der europäischen digitalen Landschaft fest etabliert.