Linux-kern-fehler offenbart schwachstelle nach neun jahren
Ein langjähriger Fehler im Linux-Kernel hat sich als kritische Schwachstelle entpuppt. Die sogenannte Copy-Fail-Vulnerabilität ermöglicht eine lokale Escalation of Privileges (LPE), womit ein beliebiger lokale Benutzer oder eine Anwendung mit beschränkten Rechten sich zum Superuser aufschwingen kann.

Copy-fail: ein fehler von nur vier bytes
Zur Überprüfung stellte sich heraus, dass das Problem in der Art, wie Linux die Zwischenspeicher (Page Cache) bei der Ausführung von Programmen verwendet. Durch die Copy-Fail-Erfindung kann dieser Zwischenspeicher manipuliert werden, ohne dass die tatsächliche Datei auf dem Disk ändert wird.
Dies hat zur Folge, dass die Sicherheitsmechanismen nicht ausgelöst werden und der Angreifer vollständigen Zugriff auf den Hardware- und Datenspeicher des Systems erhält.
Das Problem wurde durch eine Python-Skript-Versuche aufgedeckt, das lediglich 732 Byte groß ist und zehn Zeilen Code enthält. Dazu kommen die Forscher der Firma Theori, die mittels dieser Skripte Demonstrationslaboratorien für die Schwachstelle aufgezeagt haben.
Die Auswirkungen sind gravierend, da die Copy-Fail-Vulnerabilität sich in nahezu jeder Linux-Distribution findet, die in den letzten neun Jahren entwickelt wurde. Das bedeutet, dass praktisch alle Server, die auf Linux basieren, potenzielle Angriffsziele darstellen.
Die großen Linux-Distributoren haben sich schnellstmöglich auf den Fehler reagiert und Patches veröffentlicht. Gleichzeitig rüsten die Betreiber von Servern und Systemen auf, um die Schwachstelle zu beheben.
Das Fundament der Schwachstelle liegt in der intelligenten Suche nach Fehler durch KI-gestützte Tools. Ein Forscher namens Taeyang Lee entdeckte den Fehler dank eines Codescanner-Tools, das von KI-beschleunigten Methoden unterstützt wird. Ohne diese Technologie wäre es nahezu unmöglich, den Fehler in einem solchen Umfang zu finden.
