technologie

Kraken verschiebt börsengang: kryptomarkt-unsicherheit bremst pläne

Die Kryptobörse Kraken hat ihren geplanten Börsengang in den USA ausgesetzt. Wie die Nachrichtenagentur CoinDesk berichtet, liegt es an den aktuellen Marktbedingungen. Das Unternehmen hatte offiziell im Dezember 2025 die Anmeldung beim US-Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht und zuvor eine Finanzierungsrunde über 800 Millionen Dollar abgeschlossen, die Kraken auf eine Unternehmensbewertung von 20 Milliarden Dollar katapultierte.

Ursprünglich war der Börsengang für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Nun verschiebt Kraken die Pläne. Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin als eine Art Zufluchtsort in den volatilen globalen Märkten gilt.

Fed-zugang als katalysator – doch die großbanken bleiben skeptisch

Fed-zugang als katalysator – doch die großbanken bleiben skeptisch

Besonders bemerkenswert ist, dass Kraken bereits im März eine eingeschränkte Zahlungsberechtigung von der Federal Reserve Bank of Kansas City erhalten hat. Damit ist Kraken die erste Krypto-Firma, die direkten Zugang zur Infrastruktur des US-Zentralbanksystems hat. Diese Erlaubnis ermöglicht es Kraken, Geldtransfers über Kanäle durchzuführen, die traditionell Großbanken vorbehalten waren – ein Privileg, das lange Zeit von etablierten Finanzinstituten monopolisiert wurde.

Während Kraken also einen wichtigen Schritt nach vorne macht, kämpfen andere Krypto-Unternehmen weiterhin um die Zulassung, oft mit Ablehnung der Kreditgeber. Die Debatte spitzt sich zu, insbesondere im Kontext der jüngsten Kontroversen um die Behandlung von Kryptowährungen durch die große Banken und die Reaktion von Präsident Trump.

Die Entscheidung von Kraken unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen und Unsicherheiten im Krypto-Markt. Die Frage ist nicht mehr, ob sich die Technologie durchsetzen wird, sondern wie sie sich in eine stabile und regulierte Finanzlandschaft integrieren kann. Und das, so viel ist klar, wird alles andere als einfach.