Ki-passwörter: warum sie besser selbst wählen sollten

Die wachsende macht der künstlichen intelligenz

Die Begeisterung für künstliche Intelligenz (KI) ist groß. Viele sehen in ihr den ultimativen Problemlöser, der nahezu jede Aufgabe bewältigen kann. Doch wie bei jeder Technologie gibt es auch hier Grenzen und Risiken. Ein aktueller Bericht von Irregular wirft ein kritisches Licht auf die Fähigkeit von KI, sichere Passwörter zu generieren – und das Ergebnis ist überraschend.

Das problem mit ki-generierten passwörtern

Das problem mit ki-generierten passwörtern

Die Sicherheitsfirma Irregular hat ChatGPT, Claude und Gemini mit der Aufgabe betraut, robuste Passwörter zu erstellen. Die Ergebnisse waren enttäuschend. Die generierten Passwörter erwiesen sich als weitgehend vorhersehbar und unsicher, was die Sicherheit der Nutzer gefährdet. Der Bericht kommt zu dem Schluss: „Personen und Codierungsagenten sollten sich nicht auf LLMs verlassen, um Passwörter zu generieren.“

Wiederkehrende muster und vorhersehbarkeit

Wiederkehrende muster und vorhersehbarkeit

Die Testanalysen zeigten deutliche Muster in den generierten Passwörtern. Claude begann fast alle Passwörter mit einem 'G' und einem '7'. Zudem enthielten alle 50 generierten Schlüssel die Zeichen 'L', '9', 'm', '2', '$' und '#'. Auch die anderen KI-Modelle zeigten ähnliche Tendenzen. ChatGPT bevorzugte das 'v' als ersten Buchstaben und das 'Q' als zweiten. Gemini nutzte oft das '#' Zeichen, das 'P' oder die '9' als zweiten Charakter.

Warum ki scheitert: statistische wahrscheinlichkeit vs. zufälligkeit

Warum ki scheitert: statistische wahrscheinlichkeit vs. zufälligkeit

Der Grund für dieses Versagen liegt in der Funktionsweise der KI. KI-Modelle werden darauf trainiert, Muster zu erkennen und auf der Grundlage statistischer Wahrscheinlichkeiten Ergebnisse zu generieren. Bei Passwörtern ist jedoch Zufälligkeit, oder besser gesagt Entropie, entscheidend. Die vorhersehbaren Muster der KI reduzieren diese Entropie und machen Passwörter leichter knackbar.

Das risiko für nutzer: eine illusion der sicherheit

Obwohl die generierten Passwörter für den unbedarften Nutzer sicher erscheinen mögen, da er die zugrunde liegenden Muster nicht kennt, sind sie für Hacker leicht zu erkennen und zu knacken. Ein Hacker, der davon ausgeht, dass das Passwort von einer KI generiert wurde, kann gezielt nach diesen Mustern suchen und das Passwort schnell brechen.

Sichere passwörter: was sie stattdessen tun sollten

  • Nutzen Sie Passwortmanager: Diese Tools generieren starke, zufällige Passwörter und speichern sie sicher.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Dies bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene.
  • Verwenden Sie lange und komplexe Passwörter: Kombinieren Sie Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig: Dies minimiert das Risiko, dass ein kompromittiertes Passwort lange Zeit für böswillige Zwecke verwendet wird.

Fazit: ki ist noch nicht passworttauglich

Die Ergebnisse der Irregular-Studie zeigen deutlich, dass KI noch nicht in der Lage ist, sichere Passwörter zu generieren. Vertrauen Sie nicht auf KI-generierte Passwörter, sondern überlassen Sie die Erstellung Ihrer Passwörter lieber Ihren eigenen Fähigkeiten oder nutzen Sie bewährte Passwortmanager. Die Sicherheit Ihrer Daten ist es wert!

Zusätzliche informationen zum bericht von irregular

Der vollständige Bericht von Irregular bietet detaillierte Einblicke in die Testmethoden und Ergebnisse. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der Sicherheit von KI-generierten Inhalten und mahnt zur Vorsicht bei der Nutzung von KI für sicherheitskritische Aufgaben. Der Bericht ist auf der Webseite von Irregular einsehbar.

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