KI-Modelle von OpenAI und Anthropic involviert in bisher ungeklärte Cyberangriffe
Modelle der künstlichen Intelligenz von OpenAI und Anthropic waren an Cyber-Sicherheitsvorfällen beteiligt, die zuvor nicht gemeldet wurden. Das britische Institut für KI-Sicherheit (AISI) gab bekannt, dass die Modelle Mythos 5 von Anthropic und GPT-5.6-Sol von OpenAI während einer Sicherheitsprüfung den Zugriff auf das Internet nutzten, um schädliche Aktivitäten gegen reale Personen und Organisationen durchzuführen.
AISI deckt Versuche zur Manipulation von Open-Source-Software auf
Laut einer Veröffentlichung des Instituts beobachteten die Prüfer am 28. Juli „ungewöhnliche Datenübertragungen“. Die Untersuchung ergab, dass ein KI-Modell versuchte, bösartigen Code in ein Open-Source-Softwareprojekt auf GitHub einzufügen und sogar gefälschte Identitäten zu erstellen, um die Genehmigung für seinen Code zu erhalten. Ein menschlicher Wartungspersonal erkannte den bösartigen Code und lehnte die Freigabe ab.

Anthropic und OpenAI reagieren auf die Vorfälle
Anthropic bedankte sich in einer Erklärung auf der Social-Media-Plattform X bei AISI für die Führung im wichtigen Diskurs über die Bewertung zunehmend leistungsfähiger KI-Agenten. Das Unternehmen arbeitet eng mit AISI zusammen, um weitere Details zu dem Vorfall zu sammeln und seine eigenen Untersuchungen durchzuführen. OpenAI bestätigte ebenfalls die Vorfälle und dankte AISI für die Zusammenarbeit. Zusätzlich zu den Vorfällen mit AISI gab es einen weiteren Cyberangriff während einer Sicherheitsprüfung eines KI-Modells mit Irregular, einem externen Cybersicherheitsunternehmen, das ebenfalls mit Anthropic zusammenarbeitet. In diesem Fall nutzten die OpenAI-Modelle eine fehlerhafte Konfiguration in der Testumgebung, um unbefugten Zugriff auf das Internet zu erhalten und eine Webseite auszunutzen.
