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Iter: roboter-armee 'godzilla' bereitet fusionsreaktor vor – gigantische präzision für die zukunft

Die Menschheit rückt näher an die ultimative Energiequelle heran: den Fusionsreaktor ITER. Doch der Weg dorthin ist steinig – und erfordert eine ganze Armee von Robotern. Die chinesische Firma Unitree hat mit ihren Robotern G1 und Tesla mit Optimus bereits für Furore gesorgt. Was nun kommt, übertrifft das alles: Der gigantische Roboter "Godzilla" wird im Kern des Reaktors präzise Komponenten installieren.

Godzilla: das testfeld für die zukunft der fusionsenergie

Godzilla: das testfeld für die zukunft der fusionsenergie

Das Internationale Therapeutisches Fusionsreaktorprojekt (ITER) hat bekannt gegeben, dass es sich in einer entscheidenden Phase befindet: der Installation von rund 20.000 internen Komponenten innerhalb des Fusionsreaktorkerns. Jeder Millimeter zählt bei dieser hochkomplexen Aufgabe. Um die Roboter für diese präzisen Arbeiten vorzubereiten, wurde "Godzilla" entwickelt – eine 4 Meter hohe Maschine mit einer Tragfähigkeit von 2,3 Tonnen. Sie dient als Testplattform, um die Fähigkeiten von Werkzeugen und Robotern zu validieren, bevor sie den eigentlichen Installationen dienen.

Experte Raphaël Hery erklärt, dass spezialisierte Teams und Montagewerkzeuge von einem Bereich des Vakuumbehälters zum nächsten bewegt werden, um Schichten von Komponenten zu installieren. Während eine equipe eine Schicht montiert, setzt die andere die nächste. Diese Arbeit wird rund um die Uhr, sechs Tage die Woche, für zwei aufeinanderfolgende Jahre geleistet – 30 verschiedene Aufgaben werden sequenziell ausgeführt, darunter Verschrauben, Schweißen und mehr. Unternehmen wie CNIM (Frankreich), Larsen & Toubro (Indien) und Metromecánica (Spanien) tragen mit manipulatoren und ähnlichen Systemen bei.

Godzilla ist somit ein entscheidender Schritt vor der eigentlichen Montage. Die Koordination zwischen menschlichen Arbeitern und Robotern – eine sogenannte "Rolling-Wave-Strategie" – soll das Risiko von Fehlern und Verzögerungen minimieren. Zusätzlich werden die Roboter kontinuierlich verbessert, mit fortschrittlichen Sensoren und Kraft-/Drehmomentmessern, um die Genauigkeit zu erhöhen.

Die verbesserte Sensorik ist nicht nur eine Frage der Präzision. Sie ermöglicht ein tieferes Verständnis der Prozesse und eine schnellere Anpassung an unerwartete Situationen. Die chinesische Firma, die Godzilla entwickelt hat, könnte mit dieser Technologie einen entscheidenden Vorteil bei der Verwirklichung der unendlichen Energiequelle erlangen.

Die Investitionen in diese Robotertechnik belaufen sich auf mehrere hundert Millionen Euro. Die Technologie könnte eine Revolution in der Kernfusion auslösen – und die Energieversorgung der Welt grundlegend verändern. Godzilla ist nicht nur ein Roboter, er ist ein Vorsprung in einem Wettlauf um die Zukunft.