Google maps erhält intelligente konversation
Google Maps hat mit der Einführung von Ask Maps seine größte Neuerung seit über zehn Jahren vorgestellt. Die Suchmaschinenkonzernin integriert hierbei sein Gemini-Intelligenz-Modell, um die Karte zu einer interaktiven, konversationsfähigen Plattform zu machen, die komplexe Fragen beantworten und eine persönlichere Navigation anbieten kann.

Ask maps: eine neue art von navigation
Statt wie bisher manuell nach Informationen zu suchen oder sich durch Dutzende von Rezensionen zu klicken, können Nutzer künftig direkte Fragen an den Suchdienst richten. Die App antwortet dann sofort und zeigt die Ergebnisse auf einem personalisierten Karte, um die Entscheidung zu erleichtern. Die neue Funktion kombiniert aktualisierte Informationen zu Millionen von Orten mit Empfehlungen aus der Benutzercommunity.
Ask Maps setzt dabei eine riesige Datenbank von Orten ein, die laut Google über 300 Millionen Standorte umfasst. Die Firma aus Mountain View behauptet, dass das System die Meinungen von über 500 Millionen Benutzern analysiert. Dadurch kann es detaillierte Empfehlungen anbieten, wenn jemand einen Ausflug plant oder interessante Zwischenstopp während einer Route sucht.
Die Antworten werden außerdem individuell auf den Nutzer abgestimmt, indem sie vorher gespeicherte Orte oder vorherige Suchanfragen berücksichtigen, um relevante Empfehlungen zu zeigen.
Die Aktualisierung geht jedoch nicht nur auf Ask Maps zurück. Google hat die Navigations-User-Interface komplett überarbeitet und eine Funktion namens Inmersive Navigation vorgestellt, die dreidimensionale Visualisierungen des Umfelds bietet, um Fahrern bei der Orientierung zu helfen.
Die Gebäude, Brücken oder das Gelände werden mit größerer Genauigkeit dargestellt, um die Fahrer besser zu unterstützen. Google hervorhebt, dass diese Darstellung auf dem Analysis von neuesten Bildern aus Google Street View und Luftaufnahmen basiert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Überarbeitung betrifft die Darstellung von Alternativrouten. Das System erklärt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Strecken, wie zum Beispiel die Wahl einer schnelleren, aber möglicherweise mit Mautgebühren ausgestalteten Route oder einer längeren, aber ruhigeren Route.
Google betont, dass das Service über 5 Millionen Verkehrsaktualisierungen pro Sekunde integriert, um die Routenberechnung zu optimieren.
Ask Maps wird zunächst in den USA und Indien für iOS- und Android-Geräte verfügbar sein, während Inmersive Navigation zuerst in den USA anfangen wird und dann auf andere Plattformen wie Android Auto und Apple CarPlay ausgeweitet wird. Eine genaue Veröffentlichungszeitangabe für andere Märkte ist noch nicht bekannt.