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Gehirn-training: so hält die ki dich nicht dumm – und was wirklich zählt

Experte Dr. Majid Fotuhi betont: Künstliche Intelligenz macht uns nicht stumpf. Stattdessen fordert sie uns heraus, unser Gehirn aktiv zu nutzen. Und das ist mehr als nur Kreuzworträtsel.

20 Bis 30 minuten täglich: der schlüssel zur gehirnfitness

20 Bis 30 minuten täglich: der schlüssel zur gehirnfitness

Der Neurologe der Johns Hopkins Universität plädiert für regelmäßige geistige Übungen. Nicht unbedingt stundenlang, sondern verteilt über den Tag. Achtsames Lesen, das bewusste Erinnern von Details, das gezielte Lernen neuer Fähigkeiten – all das stärkt die kognitive Leistungsfähigkeit.

Fotuhi erklärt, dass unser Gehirn unglaublich anpassungsfähig ist. Die sogenannte Neuroplastizität ermöglicht es ihm, sich ständig neu zu organisieren. Er vergleicht es mit einem Überlebenskampf in der Amazonischen Wildnis: Das Gehirn passt sich an die Herausforderungen an und entwickelt sich weiter.

„Die KI bietet zwar Informationen in ungeahntem Umfang, aber das stellt uns auch vor die Aufgabe, diese zu filtern und zu bewerten“, sagt Fotuhi. Die ständige Verfügbarkeit von Antworten per KI kann unsere eigene Denkfähigkeit schwächen. Er empfiehlt, die Nutzung von KI für einfache Aufgaben zu begrenzen und stattdessen aktiv zu denken und zu schreiben.

Wichtig ist, das Gehirn aktiv herauszufordern. Das bedeutet, sich nicht nur auf passive Aktivitäten wie Rätsel zu beschränken. Tanzen oder Golf spielen, neue Sprachen lernen oder sich auf andere Weise mit Menschen interagieren – all das trainiert verschiedene Bereiche des Gehirns gleichzeitig. Und ja, auch das bewusste Verfolgen von komplexen Nachrichten – die Hintergründe zu verstehen, nicht nur die Schlagzeilen zu lesen – kann helfen.

Fotuhi betont: „Die KI ist ein Werkzeug, aber kein Ersatz für unsere eigene geistige Anstrengung. Wir müssen unsere Fähigkeit, selbstständig zu denken und Probleme zu lösen, aktiv pflegen. Sonst verlieren wir etwas Wertvolles.“

Er rät, sich bewusst zu machen, welche Hirnregionen welche Aufgaben übernehmen. Eine kleine Übung: Versuchen Sie, sich die Funktionen verschiedener Hirnareale zu merken. Die Herausforderung besteht nicht darin, der KI alles abzugeben, sondern darin, unsere eigene geistige Kraft zu erhalten.

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