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Fitbit air: ein minimalistischer schock für den gesundheitsmarkt

Das neue Gerät von Google verspricht mehr Komfort als jede andere Smartwatch – und das ohne Bildschirm. Ein radikaler Ansatz, der die Branche auf den Kopf stellt.

Minimalismus als neue strategie

Die Fitbit air, die erste Activity-Tracker ohne Display von Fitbit, scheint zunächst ein kurioses Relikt zu sein. Doch nach zwei Wochen intensiver Tests ist klar: Das Gerät hat Potenzial, die Art und Weise, wie wir unsere Gesundheit und Fitness verfolgen, grundlegend zu verändern. Der Preis von 99,99 Euro mag zunächst hoch erscheinen, aber der Fokus auf Komfort und eine völlig neue App-Landschaft machen die Air zu einem interessanten Gegenstand.

Das Design ist schlicht und elegant – fast schon bewusst unauffällig. Die Kombination aus einem schlanken, länglichen Sensorteil und der flexiblen Performance-Band ist ein echter Hingucker und überraschend angenehm zu tragen. Das Gewicht von nur 12 Gramm inklusive Band ist kaum spürbar, was den Alltagstrubel fast vergessen lässt, dass man das Gerät überhaupt trägt.

Google health – der neue maßstab

Google health – der neue maßstab

Der größte Unterschied zur bisherigen Fitbit-Software liegt eindeutig in der Google Health App. Sie ist deutlich übersichtlicher, intuitiver und bietet eine verbesserte Datenauswertung. Die vier Hauptbereiche – Start, Fitness, Schlaf und Gesundheit – sind logisch strukturiert und präsentieren die Informationen auf eine Weise, die auch für weniger technikaffine Nutzer verständlich ist. Der KI-gestützte Coach ist dabei ein echter Mehrwert, da er personalisierte Trainingspläne erstellt, die auf individuelle Bedürfnisse und gesundheitliche Einschränkungen zugeschnitten sind.

Allerdings ist ein Großteil der fortschrittlichen Funktionen – darunter der KI-Coach – nur im Abonnement Premium verfügbar, was den Preis von knapp 80 Euro pro Jahr erhöht. Ein Punkt, der vor dem Kauf unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Technische details – was die air wirklich kann

Technische details – was die air wirklich kann

Trotz des fehlenden Displays bietet die Fitbit Air eine beeindruckende Bandbreite an Sensoren: optischer Herzfrequenzsensor, 3-Achsen-Beschleunigungssensor, Infrarot- und Rot-Sensoren zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2) und ein Hauttemperatursensor. Die Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen ist beeindruckend und die Schnellladefunktion von 0 auf 100 % in nur 90 Minuten ist ein weiterer Pluspunkt. Die Bluetooth 5.0-Konnektivität und die Kompatibilität mit Android und iOS machen die Air zu einem vielseitigen Begleiter für jeden Tag.

Allerdings fehlt ihr das GPS, was für Outdoor-Sportler ein Nachteil sein könnte. Und obwohl die Band mit einem klebrigen System am Handgelenk befestigt wird, ist der Schließenmechanismus manchmal etwas unhandlich und neigt dazu, sich zu verstellen. Dennoch ist die Fitbit Air eine klare Empfehlung für alle, die ein komfortables und unauffälliges Gerät suchen, um ihre Gesundheit und Fitness zu überwachen – vorausgesetzt, man ist bereit, für die Premium-Funktionen zu zahlen.