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Digi stürmt an die spitze – billigfuchs mit daten-tricks

Der deutsche Discounter-Mobilfunkanbieter DIGI hat eine Sensation erlebt: In Rekordzeit hat er 10,8 Millionen Kunden gewonnen und sich damit direkt hinter Mobilfunkanbietern wie Telekom, Vodafone und O2 an die Spitze der deutschen Mobilfunkbranche gekämpft. Ein kühner Schachzug, der die etablierten Giganten verunsichert.

Die einfache formel des erfolgs: minimalismus und digitale tricks

Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt erschreckend einfach: DIGI verzichtet auf komplizierte Tarife. Stattdessen präsentiert sich das Unternehmen mit blitzschnell verständlichen Angeboten, die direkt ins Auge springen. Die Preise sind extrem niedrig – 5 Euro pro Monat für die mobile Verbindung, und das nur 3 Euro, wenn man zusätzlich noch eine Internetflatrate bei DIGI abschließt.

Für 25 Gigabyte Datenvolumen und 100 Minuten Festnetz- und Mobilfunkgespräche zahlen Kunden nur 5 Euro. Wer es noch einfacher mag, kann mit dem Paket ‘IlimiTODO’ von 10 Euro (8 Euro bei Glasfaser) auf unbegrenzte Daten und Anrufe setzen. Ein Angebot, das selbst eingefahrene Kunden zum Überlegen bringt.

Die schattenseiten der schnäppchenjagd

Die schattenseiten der schnäppchenjagd

Doch Vorsicht: Wie so oft gilt auch hier: Was billig erscheint, kann sich als teuer erweisen. Es gibt Berichte über häufige Verbindungsabbrüche, Probleme beim Roaming und abgehackte Anrufe. Und wer den Kleingedruckten entgeht, riskiert, dass die tatsächlich verfügbaren Gigabytevolumen hinter verschlossenen Türen liegen.

Laliga-schlag und die gigabyte-falle

Laliga-schlag und die gigabyte-falle

Der jüngste Schlag gegen DIGI kam von der Deutschen Fußball-Liga (LaLiga). Ein Gericht ordnete den Blockieren von Roja Directa und Pirlo TV an – IPTV-Anbieter, die die Übertragungen der Liga illegal anboten. Eine klare Botschaft an die Anbieter, die auf illegale Streams setzen. DIGI selbst ist zwar ein Anbieter, aber die Probleme mit den Giga-Konten sind ein echtes Ärgernis für viele Kunden.

Gigabyte-akku: das clever-gespiel von digi

Gigabyte-akku: das clever-gespiel von digi

Das Besondere an DIGI: Unverbrauchte Gigabyte können sich im nächsten Monat addieren. Kunden können ihre Daten für den Monatsverlauf aufstocken – ein cleverer Trick, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Und das gilt auch für die Prepaid-Tarife, allerdings mit einigen Einschränkungen. Die Akkumulation ist hier allerdings deutlich zeitlich begrenzt.

Für Vertragskunden gilt: Die akkumulierten Giga werden erst mit dem Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums verfügbar. Bei Prepaid-Tarifen sieht es anders aus: Hier haben Kunden nur 48 Stunden Zeit, die nicht genutzten Giga zu verbrauchen. Der Grund für diese restriktive Politik ist simpel: Kunden mit Prepaid-Tarifen laden ihr Guthaben regelmäßig auf, was die Notwendigkeit für eine längere Datenhaltung entbehrlich macht.

Ein zweischneidiges schwert?

Ein zweischneidiges schwert?

DIGI hat sich mit seinem Preismodell einen Namen gemacht, aber die Praxis zeigt: Die Akkumulation von Giga ist oft ein Balanceakt. Die Anbieter versuchen, sich gegen die großen Telekommunikationsunternehmen zu behaupten, und diese Strategie scheint bisher erfolgreich zu sein. Ein Wettlauf um den Kunden, der noch lange nicht vorbei ist.