Das fading des flachbildschirms: fm verliert den kampf im auto

Die Ära des FM-Radios im Auto neigt sich dem Ende zu. Über vier Jahrzehnte lang war es das Herzstück jedes Fahrzeugs, doch jetzt verschwindet es – schneller, als man denkt.

Streaming und digitale alternativen übernehmen die vorherrschaft

Streaming und digitale alternativen übernehmen die vorherrschaft

Was einst als unerhört galt, wird zur neuen Norm: Immer mehr Neuwagen rollen ohne AM/FM-Empfänger vom Band. Tesla setzt damit einen Trend, den andere Hersteller bald nachahmen werden.

Der Wandel begann mit dem AM-Radio, dessen Signal durch elektromagnetische Störungen von Elektromotoren stark beeinträchtigt wird. Die notwendige Abschirmung ist teuer, und viele Hersteller wollen diese Kosten nicht tragen. BMW, Audi, Porsche und Volvo haben FM bereits aus ihren Elektro- und Hybridmodellen gestrichen. Bei der FM-Frequenz ist es technischer zwar weniger kompliziert, aber wirtschaftlicher: Der Empfänger benötigt Platz in der Infotainment-Einheit, erhöht die Teilekosten und bietet angesichts der ständigen Internetverbindung kaum Vorteile gegenüber dem Streaming.

Tesla ging als erster großer Hersteller diesen Schritt offen voran. Die Startup Slate Auto setzt noch einen Gang höher und verzichtet komplett auf jede Art von Radio. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2025 bevorzugten 62 % der Käufer ein Auto, das keinen FM-Empfänger hat. Toyota, Honda und Hyundai halten bisher noch dagegen, aber die Entwicklung ist unaufhaltsam.

Spotify, Apple Music und Podcasts haben das Hörverhalten im Auto nachhaltig verändert. Die digitale Zukunft ist da. Die digitale UKW-Technologie DAB+ bietet zwar eine bessere Klangqualität und mehr Sender ohne Datenverbrauch, ihre Verbreitung ist jedoch länderspezifisch. Intelligente Audio-Systeme mit Sprachassistenten versprechen eine personalisierte Hörerfahrung, in der das traditionelle Radio zunehmend verblasst.

Doch die Umstellung ist nicht ohne Hürden. In den USA waren 2025 noch 100 % der meistverkauften Modelle mit FM ausgestattet. Die Gesetzgebung wird die Abschaffung verzögern, zumindest vorerst. Aber die Entwicklung ist klar: Das FM-Radio wird aus dem Auto verschwinden – und mit ihm ein Stück Autogeschichte. Die Frage ist, wer die Kosten für die digitale Transformation trägt.

Die Stille im Cockpit wird ohrenbetäubend.