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Dänische wahl: patt-szenario nach unentschieden – grüne und blaue kämpfen um koalition

Kopenhagen – Die dänischen Wähler haben am Donnerstag ihre Stimme abgegeben. Erste Hochrechnungen deuten auf ein knappes Ergebnis hin, das eine Regierungsbildung erschwert. Während die Sozialdemokraten unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen weiterhin leicht im Vormarsch sind, scheinen weder die linke noch die rechte Seite eine klare Mehrheit zu erreichen.

Groenland-streit lenkte regierung ab

Groenland-streit lenkte regierung ab

Die Wahl fiel zeitlich zusammen mit der diplomatischen Krise um die Pläne von US-Präsident Donald Trump bezüglich des dänischen Übersee-Departements Grönland. Frederiksen hatte bereits im Januar gewarnt, eine US-Annexion würde das NATO-Bündnis beenden. Nachdem Trump seine Drohung mit Zöllen gegen Dänemark und andere europäische Länder zurücknahm, laufen technische Gespräche über eine Sicherheitsvereinbarung für den Arktischen Raum. Dennoch bleibt Trumps Ambition, die arktische Insel zu erwerben, der Hauptstreitpunkt.

Die Nachricht von Bloomberg, dass die Gespräche „wie geplant“ verlaufen, wurde vom Außenminister Lars Løkke Rasmussen bestätigt. Trotz der laufenden Wahlkampagne setzen hochrangige Beamte den Dialog fort.

Das Ergebnis der Wahl wird wahrscheinlich eine Koalitionsregierung erfordern. Die Sozialdemokraten könnten mit 86 Sitzen die stärkste Kraft im Parlament werden, während die Konservativen 75 Sitze erhalten. Um eine Mehrheit zu erreichen, benötigen beide Blöcke die Unterstützung der Moderaten, die 14 Sitze gewinnen konnten. Die DR-Umfrage sieht die Sozialdemokraten mit 83 Sitzen, was ebenfalls nicht ausreicht.

Die hohe Anzahl an kleinen Parteien könnte die Regierungsbildung zu einem langwierigen Prozess machen. Die Dänische Politik ist bekannt für ihre Kompromissbereitschaft, aber die teils gegensätzlichen Positionen der Parteien könnten die Verhandlungen erschweren.

Die Ergebnisse der Wahl werden die politische Landschaft Dänemarks nachhaltig prägen.