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Chips-engpass naht die ram-krise: tsmc kämpft um 3-nanometer-fertigung

Die globale Tech-Industrie hat die RAM-Engpässe des vergangenen Jahres noch nicht überwunden – jetzt droht der nächste Engpass: bei den fortschrittlichsten Chips. TSMC, der weltweit größte Halbleiterhersteller, sieht sich laut einer Analyse von SemiAnalysis mit einer Knappheit in seiner 3-Nanometer-Technologie konfrontiert. Diese Technologie bildet das Rückgrat moderner Prozessoren für Smartphones und Computer, und ist essentiell für die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz.

Ki-boom verschärft chip-probleme

Ursprünglich konzentrierte sich TSMC auf die Produktion von 3-Nanometer-Chips für High-End-Smartphones und Laptops. Doch die explosionsartige Nachfrage nach KI-Hardware hat die Situation radikal verändert. Die Entwicklung von KI-Beschleunigern, die auf 3-Nanometer-Chips basieren, wird ab 2026 massiv, und die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Nvidia, AMD, Google, AWS und Meta investieren Milliarden in KI-Infrastruktur, und alle konkurrieren um die begrenzten 3-Nanometer-Kapazitäten von TSMC. Analysten schätzen, dass im Jahr 2026 bereits 60 % der 3-Nanometer-Kapazität von TSMC für KI reserviert sein werden, bis 2027 könnten es 86 % sein. Dies führt zu einem kritischen Engpass für die Produktion von Geräten wie Smartphones und PCs.

TSMC versucht, die Situation zu entschärfen, indem es Produktionslinien auf fortschrittlichere Verfahren wie 2-Nanometer und 1,6-Nanometer umstellt. Allerdings werden die ersten kommerziellen Chips auf diesen Technologien von Designern wie Apple, Qualcomm und Intel voraussichtlich erst später auf den Markt kommen. Die Folge: Experten prognostizieren, dass die Kombination aus RAM- und Chip-Engpässen 2026 den größten Rückgang der Smartphone-Verkäufe der Geschichte auslösen könnte.

Die Abhängigkeit von TSMC ist enorm. Das Unternehmen dominiert den Markt für fortschrittliche Halbleitertechnologien, und seine Produktionskapazitäten sind begrenzt. Diese Entwicklung unterstreicht die geopolitischen Risiken in der Halbleiterindustrie und die Notwendigkeit einer stärkeren Diversifizierung der Produktionsstandorte.

Die Engpässe werden nicht so gravierend sein wie die von RAM im Vorjahr, aber die Kombination aus beiden Faktoren könnte die gesamte Lieferkette für elektronische Geräte erheblich beeinträchtigen. Die Konsequenz ist klar: Die rasante Entwicklung der KI-Technologie stellt die globale Halbleiterindustrie vor eine enorme Herausforderung.