Apple verschiebt smart-glasses-pläne – handgesten-feature fragwürdig
Nach über zwei Jahren begrenzter Erfolge, hauptsächlich aufgrund des astronomischen Preises von 3.499 Dollar und einem Mangel an Inhalten, hat Apple das Projekt Vision Pro vorerst ins Stocken geraten lassen. Der Fokus liegt nun voll und ganz darauf, die beiden Smart-Glass-Modelle so schnell wie möglich fertigzustellen und auf den Markt zu bringen. Eine aktuelle Meldung wirft jedoch Zweifel über ein vermeintlich bahnbrechendes Feature auf.
Handgesten auf den kommenden brillen: ein fragiles versprechen?
Laut einem Bericht sollen die kommenden Apple Smart Glasses, deren Markteinführung voraussichtlich im nächsten Jahr erfolgen soll, in der Lage sein, Handgesten zu erkennen. Die Brillen sind mit zwei Kameras ausgestattet: Eine dient dem Fotografieren oder Aufnehmen von Videos, während die andere die Handbewegungen des Nutzers zur Navigation und Ausführung einfacher Befehle analysiert. Meta hat mit dem Neural Wristband bereits einen Weg gefunden, dieses Konzept umzusetzen – doch Apples Erfolg wird sich nur schwer darauf reduzieren lassen.
Mark Gurman, ein renommierter Branchenanalyst, ist hier äußerst skeptisch. „Die Technologie, um Handgesten zuverlässig mit einer einzelnen Kamera zu erfassen, ohne ein Neural-Band oder eine Augen-Scansung, existiert meines Wissens nach noch nicht“, erklärt Gurman. „Ich habe keine Hinweise darauf, dass die erste Version überhaupt fortschrittliche Gesten unterstützt. Das klingt sehr, sehr unwahrscheinlich.“
Auch die Vorstellung, dass die AirPods ebenfalls Handgesten erkennen könnten, wird von Gurman abgelehnt. „Die Kameras sind für Siri gedacht.“ Die Vision Pro selbst, die sich mittlerweile in der Außerbetriebnahme befindet, wurde ohne die kostspieligere, leichtere Überarbeitung eingestellt. Apple scheint sich auf eine definitive Lösung zu konzentrieren – aber die Frage ist, ob die Handgesten-Funktionalität wirklich das hält, was sie verspricht.
Die Tatsache, dass Meta ein komplettes Neural Wristband einsetzen musste, um eine vergleichbare Funktionalität zu erreichen, unterstreicht die Herausforderungen. Es scheint unwahrscheinlich, dass Apple das allein durch eine separate Kamera lösen kann. Apple hat stets Wert auf ein Premium-Erlebnis gelegt, daher ist es für mich höchst unwahrscheinlich, dass das Unternehmen auf ein unterdurchschnittliches Handgesten-Navigationssystem setzt, wenn es bereits Alternativen bietet.

Fazit: ein kühler hauch von innovation?
Die Entwicklung der Smart-Glasses und AirPods mit Handgesten-Unterstützung erscheint derzeit höchst fraglich. Während die Vision Pro mit ausschließlich Handgesten navigiert, scheint es unwahrscheinlich, dass diese Technologie erfolgreich in die Display-losen Modelle integriert werden kann. Apple setzt wohl weiterhin auf Sprachbefehle – ein konservativer, aber pragmatischer Ansatz. Meta hat den Standard gesetzt, Apple muss nun beweisen, dass es auch ohne Neural-Band eine überzeugende Lösung liefern kann. Die Investitionen in die Entwicklung scheinen es ohnehin nicht wert zu sein, wenn die Ergebnisse letztendlich enttäuschen.