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Angst vor energiekrise: explosion der erdgaspreise nach angriff auf iranische infrastruktur

Die Energiepreise in Europa sind in die Höhe geschossen. Nach Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur ist der Preis für Erdgas gestiegen – um rund 10 Prozent auf 56 Euro pro Megawattstunde. Ein Schlag ins Gemüt, der die bereits angespannte Lage weiter verschärft.

Angriff auf south pars: ein schlag ins herz der iranischen gasförderung

Angriff auf south pars: ein schlag ins herz der iranischen gasförderung

US-amerikanische und israelische Luftangriffe haben die Energieinfrastruktur im Iran getroffen. Das Ziel: das riesige Gasfeld South Pars, das gemeinsam mit Katar betrieben wird und als größtes der Welt gilt. Dies ist der erste dokumentierte Angriff auf iranische Upstream-Einrichtungen. Die iranische Staatsfernsehen berichtete von der Zerstörung.

South Pars ist von enormer Bedeutung für die iranische Wirtschaft. Rund zwei Drittel des nationalen Gasverbrauchs – etwa 66 Prozent – werden hier gedeckt. Dieses Gas dient hauptsächlich zur Stromerzeugung, zum Heizen und für die chemische Industrie. Im Jahr 2025 erreichte das Feld einen Rekordertagesdurchsatz von 730 Millionen Kubikmetern.

Der Iran ist der drittgrößte Erdgasproduzent weltweit, hinter den USA und Russland. Seine jährliche Produktion liegt bei rund 275 Milliarden Kubikmetern. Trotz dieser Menge gelangt nur ein kleiner Teil des Gases ins Ausland, da die internationalen Sanktionen die Exporte stark einschränken. Während Katar das gleiche Gas über britische und amerikanische Unternehmen exportiert und so einen bedeutenden Anteil am weltweiten Flüssiggasmarkt hält.

Die Konsequenzen für Europa sind unmittelbar. Die gestiegenen Gaspreise treiben die Inflation weiter an und gefährden die Versorgungssicherheit. Die Suche nach alternativen Energiequellen und die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien werden nun dringlicher denn je.

Die Situation ist komplex. Die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten und die geopolitischen Spannungen machen die Energieversorgung Europas extrem anfällig. Die Angriffe auf South Pars sind ein weiteres Zeichen dieser Instabilität. Und ein deutliches Signal: Die Energiewende läuft schneller an, als viele erwartet haben.