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Allbirds wird smartbird: schockwechsel im tech-bereich

Ein radikaler Umschwung hat die Tech-Welt erschüttert: Der einst beliebte Schuhhersteller Allbirds hat überraschend seinen Namen in Smartbird geändert. Doch das ist noch nicht alles – das Unternehmen hat seine Strategie vollkommen neu ausgerichtet und sich vom Hersteller von ökologischen Sneakern zum Anbieter von Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) entwickelt.

Ki-infrastruktur statt filialen: der wandel von allbirds

Die neue CEO, Nadia Carlsten, offenbarte in einem exklusiven Gespräch mit Business Insider, dass das Ziel sei, maßgeschneiderte und dedizierte KI-Infrastrukturen für mittelständische Unternehmen aufzubauen. „Wir sind mehr für den Taktstock“, so Carlsten lakonisch. „Ich lebe glücklich unberührt von Allbirds.“

Allbirds war vor einigen Jahren noch als Hoffnungsträger der Silicon Valley-Szene bekannt, mit seinen ökologisch verarbeiteten Schuhen, die zum Inbegriff eines lässigen Arbeitskleides wurden. Doch der Absturz der Börse im Jahr 2025, der zu einer Kapitalisierung unter 20 Millionen Dollar führte, markierte den Anfang vom Ende. Der Verkauf des Schuhgeschäfts und die Entlassung eines Großteils der Belegschaft waren nur der Anfang.

Nun präsentiert sich Smartbird als Anbieter von KI-Infrastruktur und konkurriert direkt mit Giganten wie Amazon, CoreWeave und Crusoe. Der Schritt wurde von einigen als „verrückt und besorgniserregend“ abgetan. Wall Street reagierte jedoch positiv: Die Aktien sprangen um 800 % nach oben, bevor sie einen Teil dieser Gewinne wieder abgaben.

Die formelle Umwandlung ist nun vollzogen: Die Marke Allbirds wurde verkauft und die entsprechenden Vermögenswerte wurden an Smartbird übertragen. Joe Vernachio, der bisherige CEO, hat das Unternehmen und den Verwaltungsrat verlassen. Nadia Carlsten übernimmt nun die Führung des Unternehmens – ohne den Hintergrund eines Schuhunternehmers.

Ki-expertin mit klarem fokus

Ki-expertin mit klarem fokus

Carlsten bringt umfangreiche Erfahrung mit: Sie war zuvor Geschäftsführerin des Dänischen Zentrums für KI-Innovation und hat auch Produktmanagement-Positionen bei SandboxAQ und Amazon Web Services innegehabt. Mit einem Großteil des ursprünglichen Teams weg, startet Smartbird von Grund auf neu, wobei Carlsten betonte: „Alles, was wir tun, dient dem Kundennutzen. Wir wollen die KI-Infrastruktur für Unternehmen zugänglich machen, die sich nicht die Komplexität von Cloud-Anbietern leisten können.“

Smartbird konzentriert sich auf den Mittelstand – Unternehmen wie Pharmafirmen, Finanzdienstleister und Regierungen, die auf KI setzen, aber nicht die Ressourcen oder den Bedarf haben, ihre eigene Infrastruktur aufzubauen. „Die Kunden brauchen stabile KI-Infrastruktur, aber sie wollen ihre Daten nicht in Cloud-Ökosysteme abgeben“, erklärt Carlsten. „Sie brauchen etwas, das ihnen gehört und das sie kontrollieren können.“

Die Konkurrenz ist enorm – Amazon, Google und andere dominieren den Markt. Smartbird will sich von diesen Hipernauten abheben, indem es sich auf dedizierte, kundenorientierte Infrastruktur konzentriert. Die Geschwindigkeit ist entscheidend in der KI-Branche – und Smartbird will diese nutzen, um schnell und effizient Lösungen anzubieten. „Wir werden alle anderen überflügeln“, so Carlsten selbstbewusst. „In wenigen Monaten wird man sich kaum noch an die Schuhe erinnern.“