Google translate erhält ein facelift – doch ki-bedenken bleiben
Google Translate bekommt eine lang ersehnte Überarbeitung. Die Oberfläche des beliebten Übersetzungstools soll sich deutlich modernisieren – mit einigen Überraschungen.
Neues design: schmaler eingabefeld und veränderte tabs
Der Umstand, dass Google Translate seit Jahren im Design hinterherhinkte, war längst nicht mehr zu übersehen. Nutzer beklagten eine veraltete Benutzeroberfläche, die sich deutlich von anderen Google-Anwendungen abhob. Jetzt scheint der Tech-Riese endlich auf das Feedback seiner Nutzer zu hören zu sein. Das überarbeitete Design, das bereits in Version 10.25 gesichtet wurde, verspricht eine intuitivere Bedienung und ein moderneres Erscheinungsbild.
So wurde beispielsweise das Eingabefeld deutlich schmaler gestaltet und nicht mehr den gesamten Bildschirm einnimmt. Stattdessen befindet sich das Feld nun am unteren Rand und lässt mehr Raum für andere Elemente. Zwei kontextbezogene Shortcuts, die direkt zum Sprachübungsbereich und zum Fortsetzen des vorherigen Gesprächs führen, sind zudem prominent platziert.

Sprachauswahl und tabs im neuen look
Auch die Sprachauswahl wurde neu positioniert und befindet sich nun am oberen Rand des Fensters. Die vier Tabs – jetzt übersichtlich in einem pillförmigen Balken angeordnet – tragen die Namen ‘Übersetzen’, ‘Live’, ‘Kamera’ und ‘Üben’ – eine deutliche Vereinfachung gegenüber den bisherigen Bezeichnungen ‘Gespräch’, ‘Üben’ und ‘Kamera’. Wer beispielsweise die Pixel-Handy-Oberfläche kennt, wird den Balken an den Now Playing App erinnern.
Neben diesen optischen Veränderungen gibt es auch kleinere, aber wichtige Verbesserungen. Das Eingabefeld enthält nun drei Elemente: ein Drei-Punkte-Menü, eine Einfüge-Taste und ein Mikrofon-Symbol. Die beiden letzteren sind selbsterklärend. Ein weiterer Unterschied: Das traditionelle Stern-Symbol zur Markierung gespeicherter Übersetzungen wurde durch ein Hamburger-Menü ersetzt. Dieses zeigt nun nicht nur die gespeicherten Übersetzungen, sondern auch die Übersetzungshistorie und die gespeicherten Transkripte.

Ki-problematik weiterhin ungeklärt
Während das neue Design durchaus positiv hervorsticht, bleiben die Bedenken hinsichtlich der KI-basierten Übersetzung bestehen. Nutzer berichten von Problemen mit der Genauigkeit der maschinellen Übersetzungen, die den ursprünglichen Sinn der Sätze verändern können. Der Einsatz von Gemini, Googles KI-Modell, soll die Qualität verbessern, führt aber offenbar zu einer eher proseartigen Übersetzung, die von einer wörtlichen Übertragung abweicht. Viele Nutzer fordern eine manuelle Steuerung, die es erlaubt, zwischen einer KI-basierten und einer traditionellen Übersetzung zu wählen.
Google muss hier dringend Nachrüsten. Die App ist zwar großartig, insbesondere die ‘Üben’-Funktion, die es ermöglicht, Gespräche in einer Fremdsprache zu üben, aber das Design war immer etwas veraltet im Vergleich zu anderen Google-Anwendungen. Die Aktualisierung ist daher ein wichtiger Schritt. Es bleibt abzuwarten, wann diese modernere Optik für alle Nutzer verfügbar sein wird und ob Google die Bedenken hinsichtlich der KI-basierten Übersetzung tatsächlich ausräumen kann.