Trump mobile: 59 millionen dollar für eine hoffnungslosigkeit – ein betrug im kleinformat?
Die Versprechen von Donald Trumps Sohn Don Jr. und Sohnemann Eric scheint sich in einen schwindelerregenden finanziellen Betrug zu verwandeln. 590.000 Menschen haben bereits 59 Millionen Dollar für eine ‘conditionally secure’ Möglichkeit investiert, einen Telefon, den es kaum gibt, zu kaufen – die Trump T1.
Ein phantomgerät mit ständig wechselnden daten
Seit August 2023 ist die Veröffentlichung des T1 verzögert, und das Gerät präsentiert sich zunehmend als eine Art Shapeshifter, dessen Spezifikationen und Designs sich ständig ändern. Was einst als eine ambitionierte Konkurrenz für etablierte Hersteller gedacht war, ist nun zu einem Rätsel geworden.

Die gründer und das lizenzmodell
Don Jr. und Eric Trump sind die Gründer von Trump Mobile, und der Name selbst ist lizenziert – ein subtiler, aber effektiver Schachzug zur Namensgebung. Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Skandal nichts mit dem aktuellen Präsidenten zu tun hat. Tatsächlich wurde Donald Trump kürzlich gelobt, weil er sich früh für 6G interessiert und Bestrebungen unternimmt, die Verfügbarkeit von 6G-Handys vor dem erwarteten Start im Jahr 2030 zu beschleunigen. Die Trump-Söhne scheinen hier ganz eigene Prioritäten zu haben.

Die ftc schaut nach – und findet einen alptraum
Schon im Januar hatte eine Anfrage von 11 Demokratischen Abgeordneten an die Federal Trade Commission (FTC) eine Untersuchung von Trump Mobile gefordert, da das Unternehmen 59 Millionen Dollar generiert hatte, ohne einen funktionierenden Prototyp vorlegen zu können. Die FTC hat die Frist für diese Untersuchung bereits überschritten – und die Lage ist düsterer denn je.
Die neuen nutzungsbedingungen: eine falle für investoren
Die jüngsten Aktualisierungen der Nutzungsbedingungen für die Vorbestellungs-Einzahlungen sind alarmierend. Die ursprünglich auf einen Kauf gerichteten 100 Dollar nun als “eine bedingte Möglichkeit” bezeichnet zu werden, ist ein klares Zeichen der Vorsicht. Der Kaufvertrag kommt erst zustande, wenn Trump Mobile tatsächlich das Gerät anbietet, die Bestellung abschließt, die vollständige Zahlung erhält und diese erfolgreich verarbeitet. Bis dahin existiert kein rechtsverbindlicher Kaufvertrag. Trump Mobile schließt jegliche Haftung für Verzögerungen durch Teilemangel oder regulatorische Probleme aus.
Ein deal mit sich selbst
Der Hersteller, Trump Mobile, hat sich dazu verpflichtet, jedem, der 100 Dollar für den Vorbestellungs-Depozit bezahlt hat, einen 100-Dollar-Gutschrift auf den Preis des Geräts zu gewähren, falls es überhaupt hergestellt und verkauft wird. Andernfalls werden die Einzahlungen zurückerstattet. Ein cleverer Schachzug, um die Investoren so lange wie möglich am Ball zu halten – und die Hoffnung auf ein funktionierendes Gerät am Leben zu erhalten. Die Verzögerungen, die veränderlichen Spezifikationen und die Designänderungen sind ein Schlag ins Gesicht aller, die ihr Geld investiert haben.
Fazit: ein betrügerischer hype
Trump Mobile präsentiert sich als Paradebeispiel dafür, wie Marketing und Hoffnungslosigkeit zusammenarbeiten können. Die Investoren haben ihr Geld in eine Illusion investiert – und die Realität ist, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein Phantomgerät handelt. Es ist eine Erinnerung daran, dass nicht jeder Deal, der gut aussieht, auch gut ist – und dass Vorsicht geboten ist, wenn es um spekulative Investitionen geht. Die Situation ist ein schockierendes Beispiel für finanzielle Risiken und die Macht des Marketing über die Realität.