T-mobile: starkes wachstum, aber herausforderungen bei den erwartungen und stellenabbau
- T-mobile meldet starke ergebnisse für 2025, verfehlt aber quartalsziele
- Churn-rate steigt leicht an
- Neuer ceo srini gopalan setzt auf differenzierung
- Ausblick für 2026: wachstum erwartet, aber mit warnungen
- Stellenabbau trotz wachstumsvorhersagen
- Digitaler umbau und der t-life app
- Aktienkurs reagiert positiv
T-mobile meldet starke ergebnisse für 2025, verfehlt aber quartalsziele
T-Mobile hat heute die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 bekannt gegeben. Das Unternehmen verzeichnete einen Zuwachs von 962.000 Neukunden im Bereich der Postpaid-Mobilfunkverträge, was deutlich über den Leistungen von AT&T und Verizon lag. Allerdings verfehlte dieser Wert die Erwartungen der Wall Street, die mit 992.000 Neukunden gerechnet hatten. Trotzdem konnte T-Mobile im Gesamtjahr 3,29 Millionen neue Postpaid-Kunden gewinnen, was die eigenen, angepassten Schätzungen übertraf und im Rahmen der Analystenerwartungen lag.

Churn-rate steigt leicht an
Ein Punkt, der Anlass zur Besorgnis gibt, ist die leicht gestiegene Churn-Rate, also der Prozentsatz der Kunden, die das Unternehmen verlassen. Im vierten Quartal betrug die Churn-Rate 1,02 % (ein Anstieg um 10 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr), und im Gesamtjahr 0,93 % (ebenfalls ein Anstieg um 7 Basispunkte). Diese Entwicklung zeigt, dass T-Mobile weiterhin daran arbeiten muss, die Kundenbindung zu stärken.
Neuer ceo srini gopalan setzt auf differenzierung
Der neue CEO von T-Mobile, Srini Gopalan, betonte in der Telefonkonferenz, dass das Unternehmen die Messlatte für seine Konkurrenten höher legen werde. Er hob die Stärken von T-Mobile hervor: das beste Netzwerk, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und die besten Kundenerlebnisse. Gopalan äußerte sich optimistisch über die Zukunft, insbesondere angesichts von Innovationen in Bereichen wie künstliche Intelligenz (KI) und 6G.
Ausblick für 2026: wachstum erwartet, aber mit warnungen
Für 2026 erwartet T-Mobile einen Zuwachs von 900.000 bis 1 Million Neukunden im Postpaid-Bereich, was jedoch einen Rückgang gegenüber den 1,18 Millionen Neukunden im Jahr 2025 darstellt. Das Unternehmen prognostiziert weiterhin ein branchenführendes Wachstum bei Postpaid-Konten, Service-Umsätzen und Rentabilität, unterstützt durch das Kerngeschäft und neue Wachstumsmöglichkeiten. Diese neuen Bereiche umfassen Werbung, Finanzdienstleistungen und Künstliche Intelligenz.
Stellenabbau trotz wachstumsvorhersagen
Trotz der positiven Wachstumsprognosen hat T-Mobile angekündigt, 74Mitarbeiter in seinem Louisville-Büro zu entlassen. Die Entlassungen sollen am 2. April in Kraft treten. Es handelt sich um eine Umstrukturierung des Vertriebsbüros, das gesamte Büro wird jedoch nicht geschlossen. Zuvor hatte T-Mobile bereits 393 Stellen in seinem Hauptsitz in Washington abgegeben. Die Begründung des Unternehmens: “Veränderte Geschäftsanforderungen” im Zuge des Übergangs zu einem digitalen Anbieter.
Digitaler umbau und der t-life app
T-Mobile befindet sich in einem Übergang zu einem digitalen Anbieter. Dies bedeutet, dass viele der bisherigen Verkaufsmitarbeiter in den physischen Geschäften durch die T-Life App ersetzt werden. Diese App ermöglicht es Kunden, Zahlungen zu leisten, Bestellungen für Telefone, Zubehör und Tarife aufzugeben - quasi alles, was früher ein Verkäufer erledigte. Der Vorteil gegenüber digitalen Anbietern wie Visible und Mint Mobile liegt darin, dass T-Mobile ein MNO (Mobile Network Operator) ist, der über eigene Netzwerkinfrastruktur, Frequenzen und Mobilfunkmasten verfügt. Diese Anbieter hingegen sind MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) und mieten lediglich die Funknetze von MNOs.
Aktienkurs reagiert positiv
Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse stieg der Aktienkurs von T-Mobile um 2,38 % auf 204,17 USD. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 276,49 USD, das 52-Wochen-Tief bei 181,36 USD. Im vergangenen Jahr verlor die Aktie 21,58 % an Wert.
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