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Smartphone-ausgaben sinken: omdia erwartet deutlichen rückgang bis 2026

Die Prognosen sind alarmierend: Die weltweiten Smartphone-Ausgaben werden voraussichtlich im Jahr 2026 um 7 % sinken. Diese Entwicklung, die von Marktforschungsfirmen wie Omdia, Counterpoint Research und IDC vorhergesagt wird, stellt einen deutlichen Bruch mit den Wachstumskursen der Vorjahre dar.

Rückgang nach rekordjahren

Counterpoint Research und IDC hatten bereits im vergangenen Jahr mit prognostizierten Rückgängen von über 12 % für 2024 gerechnet. Nun verstärkt Omdia diese Einschätzung. Die Firma erwartet einen Einbruch von 7 % im Jahr 2026 – ein signifikanter Rückgang nach den Zuwächsen von 7 % im Jahr 2024 und 2 % im Jahr 2025. Insgesamt könnten weltweit etwa 1,1 Milliarden Smartphone-Geräte weniger verkauft werden.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig. Steigende Preise für Arbeitsspeicher (RAM) und ein anhaltender Mangel an Chips belasten die Hersteller. Diese Kosten werden voraussichtlich auch 2026 nicht sinken, was zu Preisdruck bei Smartphones führen dürfte – und somit die Nachfrage dämpft.

Geopolitische spannungen verschärfen die lage

Geopolitische spannungen verschärfen die lage

Die aktuelle geopolitische Lage, insbesondere der Krieg im Nahen Osten, verschärft die Probleme zusätzlich. Eskalierende Spannungen könnten zu höheren Energiepreisen, gestiegenen Frachtkosten und Instabilität an den Devisenmärkten führen. All dies treibt die Materialkosten für Smartphones in die Höhe.

Omdia warnt vor einem noch düstereren Szenario: Sollte der Krieg im Nahen Osten die Weltwirtschaft stark belasten, könnten die weltweiten Smartphone-Ausgaben um bis zu 15 % sinken – ein Rückgang, der die Krise von 2022 übertreffen würde. Der Preis für Smartphones wird steigen, aber die Kaufkraft der Konsumenten schwindet.

Die Konsequenz ist klar: Die oft beschworene Innovationsfreude der Branche kann die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen nur schwer ausgleichen. Das ist ein deutliches Signal für die gesamte Industrie.