Apple könnte rückerstattung von 3,3 milliarden dollar erhalten: gerichtsurteil zu trumps zöllen
Das urteil des obersten gerichtshofs
Der Oberste Gerichtshof der USA hat letzte Woche entschieden, dass Präsident Donald J. Trump nicht befugt war, Gegenzöllen gegenüber fast allen Handelspartnern der USA zu erheben. Die Befugnis, Steuern und Zölle zu erheben, gehört ausschließlich dem Kongress. Trump versuchte, an dieser Befugnis vorbei zu arbeiten, indem er das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) einberief. Das Gericht entschied mit 6:3, dass der Präsident keine Notfallregulierungsbefugnisse nutzen darf, um Einnahmen zu erzielen.

Warum apple betroffen ist
Das IEEPA erlaubt dem Präsidenten zwar, Importe zu „regeln“ während eines nationalen Notstands, aber das Gericht stellte fest, dass das Gesetz ihm nicht die Befugnis zur Besteuerung einräumt. Da Apple seine Produkte in Ländern wie China herstellt, auf die Trump hohe Zölle erhoben hatte, zahlte das Unternehmen in den letzten drei Quartalen etwa 3,3 Milliarden Dollar an Zöllen. Dies könnte nun zu einer erheblichen Rückerstattung führen.
Apples bemühungen um trump
Apple und sein CEOTim Cook versuchten, hohe Zöllen zu vermeiden, indem sie versuchten, sich bei dem Präsidenten in die Pflicht zu nehmen. So kündigte Apple im Februar eine Investition von 500 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten über vier Jahre an und erhöhte diese im August um weitere 100 Milliarden Dollar. Cook lobte sogar Trump und versprach, mehr amerikanische Halbleiter zu kaufen, und schenkte ihm eine 24-Karat-Gold-Plaque.
Trumps reaktion: neue zölle
Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs erließ Präsident Trump eine Executive Order, die die zuvor angekündigten Zölle aufhob. Allerdings unterzeichnete Trump auch eine Verordnung, die den Importzoll auf Produkte, die in die USA geliefert werden, von bisher 10 % auf 15 % erhöht. Dies stellt einen neuen Versuch dar, die Einschränkungen des Gerichts zu umgehen.
Die neue strategie: section 122 des trade act
Im Gegensatz zu den Gegenzöllen, die auf dem IEEPA basierten, basiert die neue Importsteuer auf Section 122 des Trade Act von 1974. Dieses Gesetz erlaubt dem Präsidenten, „große und ernste Zahlungsbilanzdefizite“ zu beheben. Allerdings ist der Importzoll nur bis zum 24. Juli 2026 gültig, es sei denn, der Kongress genehmigt eine Verlängerung.
Apples verlagerung der produktion
Apple verlagert die Produktion wichtiger Produkte wie das iPhone langsam aus China. Anfang dieses Jahres wurde Indien zum primären Land, in dem iPhones für den US-Markt zusammengebaut werden. Dieser Schritt wurde aufgrund der Handelsspannungen zwischen den USA und China und der Unsicherheit über mögliche Handelsbeschränkungen oder Zölle durch die aktuelle und zukünftige Regierung unternommen.
Wird apple eine rückerstattung beantragen?
Ein Apple-Sprecher weigerte sich, auf eine Anfrage der New York Times zu antworten, ob das Unternehmen eine Rückerstattung beantragen würde oder ob es dies in Erwägung ziehen würde. Die Situation bleibt daher ungewiss, aber die Möglichkeit einer Rückerstattung von 3,3 Milliarden Dollar ist für Apple durchaus real.
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